Urlauber und Verletzte lassen die Vorbereitung beim SSV Hagen etwas stockend verlaufen. „Im Moment müssen wir viel improvisieren, weil doch einige Akteure fehlen“, ist Trainer Markus Gerwien nicht ganz zufrieden mit der aktuellen Situation. Erschwerend hinzu kommt für den Coach, dass mit Ferhat Kara (Knie), Vahdet Pehlivan, Dennis Brüggemann (beide Sprunggelenk) und Tobias Felgner (Leiste) vier wichtige Spieler verletzt sind.

SSV Hagen: Vorbereitung kommt ins Rollen

Sonderlob für Wanderer

kub
31. Juli 2007, 10:19 Uhr

Urlauber und Verletzte lassen die Vorbereitung beim SSV Hagen etwas stockend verlaufen. „Im Moment müssen wir viel improvisieren, weil doch einige Akteure fehlen“, ist Trainer Markus Gerwien nicht ganz zufrieden mit der aktuellen Situation. Erschwerend hinzu kommt für den Coach, dass mit Ferhat Kara (Knie), Vahdet Pehlivan, Dennis Brüggemann (beide Sprunggelenk) und Tobias Felgner (Leiste) vier wichtige Spieler verletzt sind.

Doch langsam kommt der SSV besser ins Rollen. Waren die ersten Tests gegen die höherklassigen Teams von TuRa Rüdinghausen und Vorwärts Kornharpen noch verloren gegangen, hat die Mannschaft zuletzt gegen Bezirks- und Kreisligisten ordentliche Resultate erzielt.

„Vor allem hinten haben wir uns ganz gut entwickelt“, freut sich Gerwien, der mit seiner Defensive in der nächsten Saison eine Viererkette spielen will. „Auch wenn es nicht einfach ist, sollten wir doch langsam die Kette einrichten“, hält er das Risiko einer Systemumstellung für überschaubar. „Wir können ja jederzeit wieder zur alten Spielweise zurück, aber wichtig ist vor allem, dass wir ballorientiert verschieben und die Abstände stimmen“, erläutert der frisch gebackene A-Trainerlizenz-Inhaber.

„Außerdem werden wir etwas tiefer stehen mit unserer Abwehr, so dass die Gefahr, mit langen Bällen überspielt zu werden, nicht wirklich besteht.“ Unter der Regie von Bastian Asmus und Tim Paulsen in der Deckungsmitte funktioniere das Ganze schon recht passabel.

Gleiches gilt für die Integration der Neuen. Vor allem Fabian Lenz, der aus Oestrich kam, und Mark Biller (TuS Eving-Lindenhorst) haben sofort die ihnen angedachten Führungsrollen übernommen. „Beide sind sehr engagiert, führen die Mannschaft und freuen sich über die Verantwortung, die wir ihnen angeboten haben“, beschreibt Gerwien. Auch Martin Kwapis habe sich gut eingelebt, aber der Sprung aus der Kreisliga sei schon spürbar. „Er muss noch ein bisschen härter werden“, ist Gerwien aber überzeugt, bald Freude an dem Mittelfeldmann zu haben. Als positivste Überraschung stuft der Trainer Daniel Wanderer ein, der aus der eigenen Jugend zu den Senioren stieß. „Mit ihm habe ich eigentlich noch gar nicht geplant, aber was Daniel links in der Viererkette spielt, ist einfach super. Wenn der so weiter macht, kann man an ihm gar nicht vorbeikommen.“

Ambitioniert sind die Saisonziele im Ischelandstadion. Trotz des kurzfristigen Verlusts zweier Leistungsträger, Nermin Ramic und Bektas Bilgilisoy sind aus beruflichen Gründen nach Marburg (Hessen) gezogen, traut Gerwien seinen Jungs einiges zu. „Wir haben die wesentlichen Stützen im Kader halten können und uns auch gut verstärkt. Daher zähle ich uns schon zu den fünf, sechs Teams, die an der Spitze mitspielen werden.“

Vor allem mit großem läuferischen Einsatz will Gerwien die Gegner (über)fordern. Zu den direkten Konkurrenten zählt man in Hagen die Hohenlimburger, den TuS Plettenberg, RW Lüdenscheid sowie den Bezirksliga-Aufsteiger TuS Ennepetal. „Wenn wir einen guten Saisonstart hinlegen, dann ist einiges möglich“, ist Gerwien optimistisch vor dem Auftakt am 12. August gegen den SV Ottfingen.

Autor: kub

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