Nach dem Sieg gegen den SV Sandhausen hat sich für den MSV Duisburg nichts geändert. Aber der Auftritt macht Hoffnung. Ein Kommentar.

Kommentar

Noch nichts verloren beim MSV

01. Dezember 2015, 19:42 Uhr
Foto: firo

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Nach dem Sieg gegen den SV Sandhausen hat sich für den MSV Duisburg nichts geändert. Aber der Auftritt macht Hoffnung. Ein Kommentar.

Es ist ein bisschen zum Verzweifeln. Da gewinnt der MSV ein in seiner Situation fast aussichtsloses Spiel, und dann hat die Mannschaft von Ilia Gruev nichts verdient, weil die Konkurrenz auch punktet und man immer noch am Tabellenende steht. Der Abstand auf den Relegationsplatz 16 beträgt weiterhin fünf Zähler und es macht den Eindruck, als treten die Duisburger auf der Stelle.

Zumal die Statistik nichts Gutes verheißt. Vor der Partie gegen den SVS hatte der Fernsehsender Sky ausgerechnet, dass die Wahrscheinlichkeit auf den Klassenerhalt für den MSV bei sechs (!) Prozent liege. Vor dem Hintergrund, dass die Hälfte der Spielzeit schon fast gelaufen ist, ist die Situation in Duisburg schier aussichtslos.

Und obwohl sie bislang keinen Meter bzw. Platz nach vorne gekommen sind, geben sie nicht auf, kämpfen bis zum Letzten. Das ist der Mannschaft hoch anzurechnen und zeugt auch von einer gewissen Qualität. So gut wie jeder ist am Wochenende über seine Grenze gegangen. Bestes Beispiel: Zlatko Janjic, der, obwohl noch nicht bei 100 Prozent, über 90 Minuten ging und dann auch noch in der Schlussphase mit dem 3:0 den zweiten Dreier der Saison besiegelte. Genau diese Zeichen sind es, die der MSV jetzt braucht. Die Spieler haben mit ihrem Auftritt gezeigt, dass noch nichts verloren ist - auch wenn die Statistik eher gegen sie spricht.

Aber: Wenn die Duisburger eine derartige Leistung regelmäßig an den Tag legen, dann muss sich der eine oder andere Gegner vor der Winterpause noch warm anziehen. Duisburg hat noch einen langen Weg vor sich, die Konkurrenz wird immer wieder ihre Punkte einfahren. Aber die Zebras können den Klassenerhalt schaffen, wenn sie weiterhin an sich glauben. Weiter so, dann geht es in der Tabelle auch bald aufwärts.

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