Pierre-Emerick Aubameyang grinste breit. Das an sich ist nichts Ungewöhnliches, der Stürmer in Diensten von Borussia Dortmund geht meist mit fröhlichem Gesicht durchs Leben.

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Aubameyang trifft doppelt und bleibt auf Rekordkurs

Sebastian Weßling
30. November 2015, 10:30 Uhr
Foto: firo

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Pierre-Emerick Aubameyang grinste breit. Das an sich ist nichts Ungewöhnliches, der Stürmer in Diensten von Borussia Dortmund geht meist mit fröhlichem Gesicht durchs Leben.

Ungewöhnliches ist allenfalls, wie oft der Gabuner nach Bundesligaspielen derzeit Anlass zum Grinsen hat – die Partie gegen den VfB Stuttgart (4:1) war da keine Ausnahme.

Zwei Treffer erzielte Aubameyang, das wichtige 1:0 (19.) ebenso wie das abschließende 4:1 in der Nachspielzeit. Erst lupfte er den Ball technisch anspruchsvoll und sehenswert über Stuttgarts Torhüter Przemyslaw Tyton, dann, dann schoss er aus halblinker Position trocken ins lange Eck. Es waren seine Saisontore 16 und 17 – und das nach gerade einmal 14 Saisonspielen.

Der Angreifer trifft derzeit fast nach Belieben - dank überragender Schnelligkeit, Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und einem immer besseren Stellungsspiel. „Ich freue mich, wieder getroffen zu haben“, sagte er nach dem Spiel. „Ich muss so weiter machen, um dem Team zu helfen, denn Toreschießen ist mein Job.“ Und den führt er derzeit so gut aus wie noch nie ein Spieler im schwarz-gelben Trikot. Überhaupt war in der Geschichte der Bundesliga erst einmal ein Spieler nach 14 Partien noch erfolgreicher: Gerd Müller, der in der Spielzeit 1976/77 zum selben Zeitpunkt schon 19 mal getroffen hatte.

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Müller ist es auch, der mit 40 Toren den Bundesliga-Rekord hält – und in der notorisch aufgeregten Branche dauerte es nicht lange, bis die Ersten ausgerechnet hatten, dass Aubameyang, sollte er seine Quote halten, sogar auf 41 Treffer käme. „Von mir aus kann er auch auf 50-Tore-Kurs kommen, das ist mir vollkommen egal, solange er trifft“, sagte Mitspieler Sven Bender und grinste spöttisch. „Denn er hilft uns damit natürlich extrem.“

Aubameyangs 17 Treffer hätten in zwei Spielzeiten schon zur Torjäger-Kanone gereicht, derzeit hat er damit immerhin drei Tore Vorsprung auf Verfolger Robert Lewandowski – und schon fast das ehrgeizige Ziel erreicht, das er sich vor der Saison gesetzt hat: 20 Tore sollten es sein, sogar eine Wette mit Trainer Thomas Tuchel schloss er ab.

Bei noch drei ausstehenden Spielen bis zur Winterpause ist es nicht ausgeschlossen, dass Tuchel den Wetteinsatz schon unterm Weihnachtsbaum platzieren muss. „Wenn er so weiter macht, hat er die gute Chance, noch einige Tore zu schießen“, sagt Marco Reus, der regelrecht schwärmt von seinem Offensivkollegen, mit dem er sich auch privat prima versteht: „Im Eins-gegen-Eins ist er fast nicht zu halten.“

20 Tore bis zur Winterpause? „Es ist möglich“, sagt Aubameyang selbst. „Aber ich muss frisch und locker bleiben, um weiter erfolgreich zu sein.“ Zumindest das Lockerbleiben aber war bekanntlich noch nie ein Problem für den derzeit erfolgreichsten Bundesliga-Torjäger.

Autor: Sebastian Weßling

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