Schweißfluss und Teambuilding! Zum vierten Mal geht das Trainingslager der SG Schönebeck in Waldbreitbach an der Wied über die Bühne. Ein Luftkurort bietet seit Sonntag bis zum fünften August immer gute Chancen, eine Mannschaft physisch auf Vordermann zu bringen. Alles im Sporthotel Hertling am Mühlenberg. Andy Kuhn, Sportlicher Leiter, ist während der  gesamten Woche dabei.

SG Schönebeck: Schiffe versenken auf der Wied

Qualität als "Vertrags-Amateurin"

og
30. Juli 2007, 20:55 Uhr

Schweißfluss und Teambuilding! Zum vierten Mal geht das Trainingslager der SG Schönebeck in Waldbreitbach an der Wied über die Bühne. Ein Luftkurort bietet seit Sonntag bis zum fünften August immer gute Chancen, eine Mannschaft physisch auf Vordermann zu bringen. Alles im Sporthotel Hertling am Mühlenberg. Andy Kuhn, Sportlicher Leiter, ist während der gesamten Woche dabei.

Coach Ralf Agolli: "Ich denke, Mitte der Woche machen wir das auch mit der Spielführerinnen-Binde klar", kündigt Agolli an, der wie gehabt von Kirsten Schlosser ("Co") Jan Sczepanski (Keeperinnen), Annika Jaworski (Fitness) unterstützt wird.

Die Weihe von Routinier Melanie Hoffmann - RS deutete das an - wird niemanden überraschen. Wenn man bedenkt, dass vom Alter her dann schon Torhüterin Stephanie Löhr und Abwehrspielerin Carina Chojnacki kommen, merkt Agolli, "wie fix die Zeit vergeht." Dass natürlich viele mit den Finger auf die bei der Nationalmannschaft weilende Linda Bresonik zeigen, registriert Agolli: "Keiner sollte vergessen, dass Linda selbst gerade erst 23 Jahre wurde." Alles wird auch verbunden mit einer größeren Besprechung, auf der der 43-Jährige Regelungen verkündet. Agolli: "Außerdem wird jede Spielerin erfahren, wie ich sie aktuell einschätze."

Praxiserfahrung gibt es auch. Am Sonntag gastierte der Bundesligist um 15 Uhr in Schmalenberg und trifft sich mit Sportfreunde Siegen. Was mit der US-amerikanischen Akteurin ist, mit der sich die SGS beschäftigt, bleibt noch offen. Gut möglich, dass die "Sechserin" einschwebt, um sich den kritischen Augen von Agolli zu unterwerfen. "Wenn, dann alles nach dem Trainingslager", erklärt Kuhn, "wir haben ja nun wirklich keine Eile." Agolli komplett locker: "Ich beschäftige mit erst damit, wenn wirklich jemand auftaucht."

Allerdings weiß auch auch Marketingfachmann Kuhn nur zu gut, dass die Option - die mit der U21 der USA gerade den Nordic-Cup im Endspiel gegen die DFB-Auswahl gewann - sicherlich sowas wie ein Sahnehäubchen wäre. "Ich weiß den Namen immer noch nicht", schmunzelt Kuhn, "aber mal ehrlich, das Mädel kann ja nur gut sein." Und wäre - sollte ein Engagement realisiert werden können - eine Vertragsamateur-Alternative, deren Spielberechtigung noch bis zum 30. August geklärt werden kann. Auch eine Aufenthaltsgenehmigung ist kein Problem. "Wir sind gespannt", reibt sich Kuhn die Hände.

Mit in Waldbreitbach ist auch Physiotherpeut Rüdiger May (ARZD-Team, Duisburg). "Wenn man sich tendenziell professionalisieren will, ist doch so was unerlässlich", erklärt Agolli sehr zufrieden, "wichtig ist doch immer, dass sofort medizinische Hilfe da ist, wenn was passiert." Beim Training in Essen wechselt sich May immer mit Thomas Heinigen ab.
Die Zimmerverteilung überlässt Agolli der Truppe selbst. "Das läuft schon. Wir achten nur konsequent darauf, dass niemand ausgeschlossen herumläuft. Aber das funktioniert, die Neuen sind schon mittendrin." Am nächsten Freitag wird auch - wie in den Jahren zuvor - vom Gastgeber ein Grillabend veranstaltet.

"Die Stimmung dabei ist immer gut", freut sich Agolli. Ein Nachmittag wird auch immer frei sein. "Beim letzten mal war es eine Bootsfahrt. Klar, ich wurde natürlich ins Wasser befördert", feixt Agolli, "aber am Ende kenterten alle Boote." Sehr zur Unterhaltung eines Campingplatzes, der geschlossen Zeuge war. "Dort warf man sofort die Grills für uns an, Bier wurde auch auch ausgepackt." Teambuilding nennt man so was - ein Muss.

Autor: og

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