Der SV Wanne 11 ist um Haaresbreite an einer Sensation vorbeigeschrammt:

SV Wanne 11

Sensation gegen Primus lag in der Luft

phz
30. November 2015, 10:43 Uhr
Foto: Joachim Haenisch

Foto: Joachim Haenisch

Der SV Wanne 11 ist um Haaresbreite an einer Sensation vorbeigeschrammt:

Die Cranger hatten den souveränen Landesliga-Tabellenführer Lüner SV am Rande einer Niederlage und einen Punkt eigentlich schon sicher – bis beim Stand von 1:1 die Nachspielzeit begann: Niclas Maiwald zog noch ein letztes Mal unwiderstehlich in den Strafraum, ließ zwei Gegenspieler stehen, die ihn in die Zange nahmen. Maiwald fiel, der Schiedsrichter ließ weiterlaufen, die Emotionen kochten hoch, auf wie neben dem Feld, wild reklamierten die Elfer Elfmeter. Und die Gäste nutzen die Unruhe und erzielen im Gegenzug den 2:1-Siegtreffer.

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Tore: 0:1 Wagener (36.), 1:1 Merz (40.), 1:2 Pfennigstorf (90.+2)
SV 11: Ratsch – Kather (46. Närdemann), T. Hyna, Reimann, M. Kaya – Schulten, Ludwig, Adamek – Atmaci (85. Gottsheim) – Maiwald, Merz (75. Akbaba).[/infobox]

„Unglaublich, was für ein dramatisches Ende, ich dachte ich bin im falschen Märchen“, war Elfer-Trainer Tom Heermann enttäuscht, wollte dem Schiedsrichter aber keinen Vorwurf machen: „Ich habe mit ihm gesprochen, er hat die Szene nicht richtig gesehen und unglücklich entschieden. Er kam auch nachher zu mir und hat gesagt, dass es ihm Leid tut, wie es dann gelaufen ist.“

Auch Lünens Trainer Mario Plechaty gestand ein, dass er mit einem Punkt wohl zufrieden gewesen wäre. Doch es wurden drei, für den SV 11 blieb nichts übrig außer netten Worten und Schulterklopfern. Dabei wäre ein Zähler verdient gewesen. Der Defensivverbund aus der Viererkette plus drei Sechsern ließ wenig zu. Der Favorit ging nach 36 Minuten in Führung, als Wagener am höchsten stieg, aber René Merz glich nach schönem Maiwald-Assist fast unmittelbar danach aus. „Wir waren voll im Spiel. Haben hinten gut gestanden und haben eigentlich die tödlichen Konter auch gesetzt.“ Eigentlich – denn Maiwald und Atmaci scheiterten frei vor dem LSV-Keeper.

Und als sich beide Teams dann eigentlich mit einem gerechten Remis abgefunden hatten, zog Maiwald noch einmal an und das Unheil nahm seinen Lauf. Für Heermann überwogen aber trotzdem die positiven Aspekte: „Wenn man sieht, wie die Mannschaft gekämpft hat, dann gehen wir aus dieser Niederlage sicherlich nicht schlechter hervor, sondern stärker.“

In der Tabelle hilft das den Elfern allerdings nur wenig: Da Mühlhausen schon am Freitagabend den VfB Günnigfeld besiegte, steht der SV 11 (mit einem absolvierten Spiel weniger) vorerst wieder auf einem Abstiegsplatz.

Autor: phz

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