Knapp zwei Wochen vor dem Saisonauftakt gegen Germania Gladbeck präsentierte sich Westfalia Herne beim Cranger Kirmes Cup noch nicht in Bestform. Der Titelverteidiger musste sich den Mannschaften des BV Süd (1:2) und des DSC Wanne-Eickel (0:1) geschlagen geben und erreichte lediglich im letzten Gruppenspiel ein 2:2-Unentschieden gegen den Liga-Rivalen SV Schermbeck.

Herne: Dennis Gidaszewski neu im Mittelfeld

„Schieße lieber Tore, als sie zu verhindern"

md
30. Juli 2007, 17:08 Uhr

Knapp zwei Wochen vor dem Saisonauftakt gegen Germania Gladbeck präsentierte sich Westfalia Herne beim Cranger Kirmes Cup noch nicht in Bestform. Der Titelverteidiger musste sich den Mannschaften des BV Süd (1:2) und des DSC Wanne-Eickel (0:1) geschlagen geben und erreichte lediglich im letzten Gruppenspiel ein 2:2-Unentschieden gegen den Liga-Rivalen SV Schermbeck.

Trotzdem herrscht keine Hektik im Verein, man glaubt an die eigene Stärke. So sieht das auch „Heimkehrer“ Dennis Gidaszewski, der von Vorwärts Kornharpen kam: „Die Truppe macht einen sehr guten Eindruck auf mich. Wir haben viele junge Spieler dabei, die sich im Laufe der Saison weiterentwickeln werden. Außerdem sind wir nach zwei Wochen Konditionstraining natürlich noch nicht in Topform. Aber das wird zum Start gegen Gladbeck anders sein.“

Trainer Frank Schulz musste seinen Kader in der Sommerpause massiv umbauen, da viele gestandene Oberliga-Kicker den Verein verließen. Besonders schwerwiegend war dabei der Verlust des Sturmduos Sami El Nounou (jetzt VfL Bochum II) und Michael Erzen (zu Preußen Münster), die allein 31 der 58 Herner Tore in der vergangenen Spielzeit erzielten. Diese Lücke soll nun unter anderem durch Oberliga-„Routinier“ André Badur geschlossen werden, der vom Absteiger Bocholt zum Schloss Strünkede gewechselt ist.

Aber auch Gidaszewski ist für die ein oder andere „Bude“ gut, primär wurde er aber für die Planstelle vor der Abwehr verpflichtet. „Ich habe ganz früher Stürmer gespielt, dann wurde ich immer weiter nach hinten durchgereicht. Die letzten zwei Jahre hab ich in der Verteidigung gespielt, dabei aber immer auch Tore erzielt. Unter Schulz soll ich nun im defensiven Mittelfeld oder auf der linke Seite agieren.“ Unzufrieden ist er über diese „Versetzung“ nicht. „Ich schieße lieber Tore, als sie hinten zu verhindern“, verrät der sympathische 25-Jährige, „fünf bis zehn Treffer wünsche ich mir deshalb schon für die kommende Spielzeit.“ Sollten ihm die gelingen, hätte sicher auch Schulz nichts dagegen.

Was die Zielsetzung für die so wichtige Saison angeht, gibt sich der 1,90 Meter große Hüne vorsichtiger: „Wir würden gerne irgendwo zwischen Platz fünf und elf landen, also in die NRW-Liga kommen. Natürlich hätten wir auch nichts gegen eine höhere Platzierung, aber das wird bei der Konkurrenz sehr schwer.“

Autor: md

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren