Im Westfalia-Duell brannten Herne und Wickede ein fußballerisches Feuerwerk ab. Einen Sieger gab es nicht. Hernes Knappmann brach damit sein Versprechen.

Wickede - Herne

‚Knappi‘ nach 3:3-Wahnsinn kleinlaut

Arthur Makiela
27. November 2015, 23:32 Uhr
Foto: Frank Gröner

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Im Westfalia-Duell brannten Herne und Wickede ein fußballerisches Feuerwerk ab. Einen Sieger gab es nicht. Hernes Knappmann brach damit sein Versprechen.

In einem fußballerisch guten Westfalenligaspiel trennten sich Westfalia Wickede und Westfalia Herne mit 3:3.

Im Vorfeld der Partie sorgte Hernes Neu-Trainer Knappmann mit seinem Versprechen, seine Westfalia gewinne alle Spiele bis zur Winterpause, für Unruhe im Wickeder Lager. „Mit seiner Aussage hat er uns zusätzlich angestachelt. Chancenlos waren wir bestimmt nicht“, betonte [person=6222]Benedict Zwahr[/person]. Die Dortmunder brachten von Spielbeginn an ihre Qualität auf den Platz. „Wir konnten seit längerer Zeit eine unseren besten Mannschaften aufstellen und dies hat man sofort gesehen“, freute sich [person=17596]Marko Schott[/person] sichtlich. Und dies trotz des anhaltenden Verletzungspechs bei den Wickedern.

Alle Spieler, die auf dem Platz standen, haben eine super Leistung abgeliefert, außer ich und drei andere Personen
Marko Schott

Die 1:0-Pausenführung war schmeichelhaft für die Knappmann-Elf. „Mit zunehmender Spieldauer konnten wir Druck aufbauen, wobei Wickede immer gefährlich blieb“, konstatierte ‚Knappi‘, der ein „Top-Westfalenliga-Niveau“ sah. Bei beiden Teams habe das Tempo und die Moral gestimmt. „Das Spiel hatte eine Dramaturgie“, ergänzte er.

Denn: Es entwickelte sich in der zweiten Halbzeit ein offener Schlagabtausch. Mit der letzten Aktion des Spiels erzielten die Herner noch den 3:3-Ausgleichstreffer. „Wirklich bitter. Wir haben zwei 1,90 Meter große Verteidiger und bekommen den Freistoß nicht geblockt“, haderte Zwahr mit dem späten Ausgleich. Sein Trainer, der sich in der Schlussphase selbst einwechselte, kann mit dem Unentschieden leben, teilte aber einen Seitenhieb in Richtung Schiedsrichtergespann aus: „Alle Spieler, die auf dem Platz standen, haben eine super Leistung abgeliefert, außer ich und drei andere Personen.“

Angesichts des verpassten Sieges ruderte Knappmann zurück: „Ich weiß, dass ich etwas polarisiert habe, doch damit wollte ich meiner Mannschaft das Urvertrauen aussprechen“, erläuterte der Herne-Coach die Intention hinter seinem Statement. Sein Gegenüber lobte ihn für seinen mutigen Vorstoß: „Hut ab für deine Aussage. Damit warst du der Unsympath vor dem Spiel“, soder Wickeder Spielertrainer. Mit seiner Stellungnahme konnte Knappmann bei der Pressekonferenz punkten. „Dass du einen Reizpunkt für deine eigene Mannschaft setzen wolltest, geht völlig in Ordnung“, sagte Schott, der Verständnis für das Vorgehen seines Kollegen hat. Dennoch hatte er einen Tipp für den Trainer-Frischling: „Schau, dass du noch ein Pokal- oder Freundschaftsspiel dazwischen bekommst, dann kommst du auf deine vier Siege.“ Damit setzte der Wickeder Trainer die Pointe unter das hinfällige Knappmann-Versprechen.

Autor: Arthur Makiela

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