In der Bezirksliga 2 Niederrhein führt die DJK Blau-Weiß Mintard die Oddset-Fairplay-Tabelle der Liga an und steht außerdem auf Rang vier der Liga.

BL NR 2

BW Mintard noch ohne eine einzige Sperre

28. November 2015, 11:07 Uhr
Foto: Tillmann

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In der Bezirksliga 2 Niederrhein führt die DJK Blau-Weiß Mintard die Oddset-Fairplay-Tabelle der Liga an und steht außerdem auf Rang vier der Liga.

Bis vor kurzem teilten sich die Blau-Weißen den ersten Platz der Fairplay-Tabelle noch mit dem SC Burgaltendorf und dem ASV Mettmann. Doch inzwischen haben die beiden konkurrierenden Mannschaften ihre weiße Weste eingebüßt und mussten Sperren ihrer Spieler hinnehmen. Das besondere am Oddset-Fair-Play-Pokal ist, abgesehen vom Preisgeld für den Sieger, dass nur diejenigen Karten in die Wertung der Fairplay-Tabelle einfließen, die eine Sperre nach sich ziehen.

Die Tatsache, dass bis vor kurzem drei der vier Spitzenmannschaften sich nicht nur in der Liga, sondern auch in der Fairplay-Tabelle ganz oben wiederfanden, weist darauf hin, dass ein nicht unbedeutender Zusammenhang zwischen der privilegierten Tabellenposition und dem Fairplay-Verhalten der Teams besteht. So sieht das auch Jörg Oswald, Trainer des SV Burgaltendorf, dessen Mannschaft zu seinem Bedauern zuletzt zwei Sperren hinnehmen musste: "Selbstverständlich besteht da ein Zusammenhang. Durch Karten schwächt man sich nur selbst. Grundsätzlich ist es immer wichtig, gelbe und rote Karten zu vermeiden, wenn man um die Meisterschaft mitspielen will."

Für den Coach des Blau-Weiß Mintard Marco Guglielmi, der mit seinem Team noch ohne jeden Maluspunkt – sprich ohne jede Sperre – an der Spitze der Fairplay-Tabelle thront, ist das Fairplay ein wesentlicher Bestandteil seiner Spielphilosophie: "Grundsätzlich ist es eine Vorgabe von mir, Karten zu vermeiden. In den letzten Jahren war ich mit meinen Mannschaften immer oben in der Fairplay-Tabelle. Ich lege da schon wert drauf und denke schon, dass Fairness in gewisser Weise auch ein Garant für den Erfolg ist."

Bei seinem Klub hat Guglielmi aktuell darüber hinaus noch ganz handfeste Gründe dafür, keine Spielersperren zu riskieren: "Wir haben einen kleinen Kader und können uns Undiszipliniertheiten nicht leisten. Deswegen reagiere ich auch allergisch darauf, besonders, wenn es sich um vollkommen unnötige Karten wie das Wegschießen des Balles oder derartiges handelt."

Auch Gugliemi bestätigt die Auffassung seines Trainerkollegen Oswald, dass sportlicher Erfolg und Fairness nicht zufällig regelmäßig gleichzeitig anzutreffen sind. Dass mit Burgaltendorf und Mettmann auch noch zwei andere Mannschaften ganz oben stehen, die auf Undiszipliniertheiten verzichten, zeige doch, welcher Vorteil dem eigenen Team daraus erwachse, unnötige Karten zu vermeiden. "Es mag nur ein kleiner Baustein sein, um an der Spitze zu stehen, aber mit Sicherheit kein zu vernachlässigender", so der Mintard-Coach und betont noch einmal mit Nachdruck, dass die Spieler den Verein schließlich auch angemessen zu vertreten haben, weswegen sich Unfairness schon von daher sowieso verbiete.

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