Das war eine schwere Geburt! Schalke brach sich vor allem in der zweiten Halbzeit den Finger in der Nase ab.

Schalke-Noten

Respekt, wer's selber macht

26. November 2015, 20:54 Uhr
Foto: firo

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Das war eine schwere Geburt! Schalke brach sich vor allem in der zweiten Halbzeit den Finger in der Nase ab.

Im ersten Durchgang spielte S04 gegen APOEL Nikosia stark, vergaß aber das Toreschießen. Doch nun können die Gelsenkirchener durchatmen, mit dem 1:0-Sieg sind die Königsblauen durch.

Die Schalker in der Einzelkritik:

Ralf Fährmann (2): Überragender Reflex gegen Morias (66.), der umso höher zu bewerten ist, weil Fährmann bis dato überhaupt nicht gefordert wurde. Hatte wenig später gegen Vinicius auch ein bisschen Glück.

Junior Caicara (4-): Das Bemühen konnte man dem Rechtsverteidiger nicht absprechen. Beklagte bisweilen fehlende Unterstützung, ist selbst aber auch kein Leistungsträger. Bester Beweis: der einfache Fehlpass in den Lauf von Vander (81.).

Joel Matip (3): Hinten tendenziell unterfordert, schaltete sich Matip des Öfteren ins Offensivspiel ein, wo er sich auch in die lange Riege der Chancen-Auslasser einreihte (22.).

Roman Neustädter (4-): Gut war, wie er mit tollem Stellungsspiel gegen Sotiriou rettete, als alle anderen weit aufgerückt waren (24.). Morias ließ er dann aber ziehen und fast das 0:1 schießen (66.). Kurz vor der Pause fast mit einem Eigentor und einem harten Foul an Artymatas. Wenn er sich dann doch nach vorn wagte, mit zu hoher Fehlpass-Quote (59.). Am Schluss noch mal wachsam, als er vor Vander klärte (90.+3).

Dennis Aogo (4-): Schlug einige gute Flanken, vernachlässigte dafür aber etwas die Defensive. Besonders deutlich wurde dies beim Konter über Charalambides, der dann jedoch über das Tor lupfte (43.). Vom Punkt ganz schwach (89.).

Leroy Sané (3+): War gemeinsam mit "Choupo" einmal mehr auffälligster Offensivspieler der Königsblauen, meinte es am Donnerstagabend aber etwas zu gut mit den Teamkollegen. "Respekt, wer's selber macht" lautet ein Werbeslogan, den Sané ruhig hätte beherzigen können, denn in Tornähe agierte er dieses Mal etwas zu uneigennützig. Baute nach der Pause deutlich ab, holte dann aber den Elfmeter heraus und hätte in der Nachspielzeit fast noch den Deckel drauf gemacht.

Leon Goretzka (4): Führte sich mit diversen Kopfball-Abschlüssen ein, tauchte dann ziemlich ab und setzte auch den Seitenwechsel auf Sané und einen Hackentrick böse in den Sand (71./85.).

Johannes Geis (3): Liegt es an der mangelnden Spielpraxis? Seine Diagonalbälle kamen jedenfalls schon präziser. War im zweiten Abschnitt aber noch ein Lichtblick, weil er das Aufbauspiel in die Hand nahm.

Eric Maxim Choupo-Moting (2-): Zu Beginn war es ein starker Auftritt als Meyer-Ersatz auf der linken, offensiven Außenbahn. Verzückte mit technischen Kabinettstückchen, den Treffer zum 1:0 machte er dann aber ganz unspektakulär in Manier eines Torjägers.

Klaas-Jan Huntelaar (5): Hing nach diversen passablen Möglichkeiten in der ersten Halbzeit letzten Endes mal wieder in der Luft und verstolperte schließlich einen Ball ins Toraus (83.).

Franco Di Santo (4-): Kam oft aus dem Mittelfeld, wo er starke Balleroberungen hatte und dann in die Spitze sprintete. Ließ dann aber nach, so ging ein Raunen durchs Stadion, als ihm ein Ball von Sané in aussichtsreicher Position versprang (58.).

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