Die abgelaufene Rückrunde lief für BW Oberhausen-Lirich so gut, dass sich Frank Kielczewski, zuletzt Interims-Coach der Ersten Mannschaft, Cheftrainer der Jugend und erster Vorsitzender in einer Person, dazu entschied, die Geschicke in der Ersten Mannschaft für diese Saison weiterzuleiten.

Bezirksliga 8 Niederrhein: "Kille" macht es bei BW Oberhausen-Lirich

Unglücklicher Abgang von Fiori

Heiko Gaeb
30. Juli 2007, 13:38 Uhr

Die abgelaufene Rückrunde lief für BW Oberhausen-Lirich so gut, dass sich Frank Kielczewski, zuletzt Interims-Coach der Ersten Mannschaft, Cheftrainer der Jugend und erster Vorsitzender in einer Person, dazu entschied, die Geschicke in der Ersten Mannschaft für diese Saison weiterzuleiten. "Es war einfach kein passender Trainer auf dem Markt", begründet der 45-Jährige seine Entscheidung, die "Alleinherrschaft" im Klub fortzuführen. "Außerdem war meine Mannschaft auch absolut nicht von dieser Idee abgeneigt."

Dafür hat der bekennende Borussia Mönchengladbach-Sympathisant die Leitung der A-Jugendlichen an Dino Santini übergeben. "Das ist dann auch für mich zu viel", gesteht der Chef eines Stahlhandels und fügt an: "Mit Dino habe ich jemanden, dem ich vertrauen kann; die Aufgabe übergeben. Er hat jahrelang schon in der B-Jugend sehr gut gearbeitet. Trotzdem werde ich regelmäßig ein Auge darauf werfen, denn die A-Jugend ist unsere Basis." Der Club setzt nämlich verstärkt auf Nachwuchs aus den eigenen Reihen. So sind mit Samet Güler und Ferhat Türkmen gleich zwei hoffnungsvolle Talente in den Kader der Ersten Mannschaft gestoßen. "Wenn wir Verletzungspech haben oder es nicht so läuft, werde ich auf jeden Fall auf die A-Jugend zurückgreifen. Der Kreis der Kandidaten besteht aktuell aus sechs Akteuren", beschreibt der Liricher Chef-Trainer die Aussichten für die jungen Leute im Klub.

Mit Andre Hannemann und Andreas Elsenrath präsentiert der Verein aber auch zwei gestandene Senioren-Kicker. Hannemann (26) kommt von Arminia Klosterhardt und soll im Mittelfeld die Fäden ziehen. Mit Elsenrath (34) kann auch ein oberliga-erfahrener klassischer Mittelstürmer vorgestellt werden. "Wir sind davon überzeugt, dass wir uns punktuell sehr gut verstärkt haben. Bis auf den Abgang von Stefano Fiori sind wir zusammen geblieben. Wir sind somit ein eingespieltes Team", erzählt Kielczweski. Die Abmeldung Fioris, der in der abgelaufenen Sasion immerhin 20 Tore markierte, hat aber einen bitteren Nachgeschmack. "Sein Abgang war absolut nicht glücklich. Er stand bei uns im Wort und hat sich mit "auf Wiedersehen" in die Sommerpause verabschiedet", seufzt "Kille".

Aufgrund der starken Rückrunde und der Tatsache, dass kein Absteiger aus der Landesliga in der Gruppe ist, wird das Oberhausener Team neben Preußen Duisburg als Topfavorit gehandelt. Doch Kielczewski möchte davon nichts wissen. "Natürlich wollen wir oben dabei sein. Den Anspruch haben wir auch. Aber mit Preußen Duisburg, Wanheim 1900, Mülheim 07 und Union Mülheim habe ich schon einmal direkt vier sehr starke Mannschaften im Kopf", nennt das Blau-Weiße Urgestein seine Favoriten und fügt an: "Die letzte Spielzeit war sehr spannend und diese wird es auch. Wir sind keine Übermannschaft und ich sehe auch kein Team, das die Liga dominieren wird." Die Saison startet für die Liricher, wie die letzte aufgehört hat: Mit einem Auswärtsspiel bei der Spvgg. Sterkrade-Nord ehe es zum nächsten Ortsduell zum TB Oberhausen geht, die den Abgang von Top-Stürmer Oliver Nözel verkraften müssen. "In Derbys hängen die Trauben besonders hoch. Da sind wir von Beginn an besonders gefordert", weiß Kielczweski.

Autor: Heiko Gaeb

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