Spitzenspiel in der Landesliga Niederrhein 2: Am Sonntag empfängt der 1. FC Kleve den FSV Duisburg. Beide Teams präsentierten sich zuletzt in glänzender Form.

1. FC Kleve

von Kuczkowski geht gelassen ins Topspiel

Hendrik Niebuhr
25. November 2015, 14:31 Uhr
Foto: Ketzer

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Spitzenspiel in der Landesliga Niederrhein 2: Am Sonntag empfängt der 1. FC Kleve den FSV Duisburg. Beide Teams präsentierten sich zuletzt in glänzender Form.

Während Spitzenreiter Kleve gar die letzten sieben Spiele allesamt gewonnen hat, haben sich die Duisburger gefangen und sind nach vier Siegen in Folge auf den dritten Platz vorgerückt. Doch der Rückstand auf den 1. FCK beträgt noch sechs Zähler - verlieren ist deshalb für die Duisburger verboten.

Das weiß auch Kleves Trainer Thomas von Kuczkowski, der deshalb einen kleinen Vorteil bei seinem Team ausmacht: "Wir können relaxter und nicht verkrampft in das Spiel gehen. Duisburg kann sich keine Niederlage erlauben, das gibt uns mehr Möglichkeiten." Das Selbstvertrauen ist bei Kleve nach den sieben Siegen mit dem beeindruckenden Torverhältnis von 23:4 ohnehin riesengroß. "Wir rufen unsere Qualität aus den Trainingseinheiten mittlerweile auch im Spiel ab. Das Team hat sich gefunden", erklärt von Kuczkowski, warum es nach dem holprigen Saisonstart inzwischen so rund läuft. Denn zu Saisonbeginn sammelten die Klever lediglich 13 Zähler aus den ersten acht Partien.

Holprig verlief der Saisonstart auch bei den ambitionierten Duisburgern. Nach dem siebten Spieltag und einer zwischenzeitlichen Bilanz von nur einem Punkt aus drei Partien zogen die FSV-Verantwortlichen die Reißleine und beurlaubten Trainer Heiko Heinlein. Seitdem steht Guido Naumann bei den Hambornern an der Seitenlinie, der den Verein wieder in Richtung Tabellenspitze manövrierte und bislang erst eine Niederlage aus acht Spielen kassierte. "Duisburg ist mit großen Erwartungen in die Saison gestartet und wird dem allmählich gerecht", weiß von Kuczkowski um die "große individuelle Qualität", die im Kader des FSV steckt. Von Angst ist jedoch keine Spur beim Klever Trainer zu spüren, der angesichts der derzeitigen Situation betont, nur auf sich selbst zu schauen: "Wir kehren vor unserer eigenen Haustür und wollen einfach dafür sorgen, dass der Abstand so bleibt, wie er derzeit ist. Das bedeutet, dass wir mindestens einen Punkt holen wollen, wir werden aber alles dafür geben, drei einzufahren."

Beide Mannschaften standen sich im Übrigen interessanterweise in diesem Kalenderjahr schon einmal gegenüber. Nachdem die beiden Teams in ihren jeweiligen Staffeln in der letzten Saison Zweiter wurden, kämpften sie in der Aufstiegsrelegation zur Oberliga Niederrhein zusammen mit dem SC Düsseldorf-West um den letzten Aufstiegsplatz. Der ging letztlich allerdings an die Landeshauptstädter, während das direkte Duell zwischen Kleve und Duisburg mit einem torlosen Unentschieden endete. "Wir waren damals praktisch schon raus", erinnert sich von Kuczkowski daran, dass die Klever nach der 0:4-Niederlage in Düsseldorf allenfalls noch theoretische Chancen auf den Aufstieg hatten. Deshalb will er der Begegnung aus dem Sommer keinen großen Wert mehr beimessen: "Am Sonntag wird es taktisch eine ganz andere Herangehensweise geben."

Autor: Hendrik Niebuhr

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