Am Donnerstag trifft die deutsche Frauennationalmannschaft in Duisburg auf England. Nach ihrer Topleistung am Freitag hofft Sara Doorsoun auf einen Einsatz.

DFB-Frauen

Doorsoun brennt auf ersten Einsatz

Christian Lock
24. November 2015, 13:50 Uhr
Foto: Kristina Jäger

Foto: Kristina Jäger

Am Donnerstag trifft die deutsche Frauennationalmannschaft in Duisburg auf England. Nach ihrer Topleistung am Freitag hofft Sara Doorsoun auf einen Einsatz.

Beim klaren 3:0-Sieg der SGS Essen am vergangenen Freitag gegen vollständig überforderte Bremerinnen, stach eine Spielerin aus der ohnehin glanzvoll aufspielenden Essener Truppe heraus. Die für das Länderspiel Deutschland gegen England am kommenden Donnerstag in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena nominierte Sara Doorsoun-Khajeh überzeugte auf allen Ebenen.

Im Spiel nach vorne setzte Doorsoun immer wieder wichtige Impulse. So bereitete sie nicht nur das 2:0 ihrer Mannschaft vor, sondern sorgte besonders in der ersten Hälfte nicht selten mit an Genialität grenzenden Pässen für Gefahr vor dem Bremer Tor. Noch herausragender agierte die 24-jährige allerdings im Spiel nach hinten, wo sie der oft instabil wirkenden Essener Defensive durch exzellente Vorarbeit stets die gröbste Gefahr vom Leib hielt, indem sie die Bremer Angriffsbemühungen häufig schon im Mittelfeld abfing und bereits dort im Keim erstickte.

Mit einer derartig starken Leistung drängte sich Doorsoun für einen Einsatz im Nationalteam natürlich geradezu auf. "Es motiviert mich erneut nominiert worden zu sein, ich hoffe, das hat man gesehen", sagte Doorsoun nach dem Spiel der SGS gegen Bremen am Freitag. Zumal so ein Freundschaftsspiel Bundestrainerin Silvia Neid ja immer auch genügend Raum für Experimente lässt, hat Doorsoun sicher nicht die schlechtesten Karten am Donnerstag zu ihrem ersten Einsatz im Dress der Nationalmannschaft zu kommen. "Bei einem Freundschaftsspiel dürfen ja mehr Spielerinnen ran", verleiht Doorsoun dementsprechend ihren Hoffnungen auf ihren ersten Einsatz am Donnerstag Ausdruck.

Aber schon dafür, von der Bundestrainerin erneut berücksichtigt worden zu sein, zeigt sich die gebürtige Kölnerin dankbar: "Ich bin einfach glücklich darüber, jetzt das zweite Mal die Chance zu bekommen, für die Nationalmannschaft zu spielen. Natürlich wäre ich auch echt happy zu spielen, aber… abwarten." Ein Engagement im Nationalteam sieht Doorsoun auch eher als Nebeneffekt guter Leistungen für ihren Klub, auf den sie dementsprechend auch weiterhin ihren Fokus legt: "Für mich ist erst mal wichtig meine Leistung in der Liga zu bringen, alles andere kommt dann hoffentlich von alleine."

Nominiert wurde übrigens auch ihre Teamkollegin Lisa Weiß, die nach dem verletzungsbedingten Ausfall der Wolfsburger Keeperin Almuth Schult ebenfalls vielversprechende Aussichten auf einen Einsatz hat und wer weiß, vielleicht können die beiden Essenerinnen ja dann sogar Seite an Seite – wie schon am Freitag – für Begeisterung sorgen.

Autor: Christian Lock

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