Es gibt nicht wenige Fans von Rot-Weiss Essen, die behaupten, dass ehemalige RWE-Kicker erst aufblühen, wenn sie die Hafenstraße verlassen.

ARD-Sportschau

Ex-Essener erzielt das Tor des Monats

Krystian Wozniak
22. November 2015, 15:45 Uhr
Foto: Tillmann

Foto: Tillmann

Es gibt nicht wenige Fans von Rot-Weiss Essen, die behaupten, dass ehemalige RWE-Kicker erst aufblühen, wenn sie die Hafenstraße verlassen.

Wir haben ein weiteres Beispiel für die Fans, die dieser Meinung sind, gefunden. Wer erinnert sich noch an Christian Telch? Der gebürtige Mainzer spielte in der Saison 2012/13 ein Jahr lang an der Hafenstraße und ist mittlerweile bei Eintracht Trier, genauso wie Benedikt Koep, der ebenfalls eine gewichtige Rolle im Trierer Team spielt, und Holger Lemke, gelandet. Hier ist er beim aktuell Tabellenführer der Regionalliga Südwest ein absoluter Leistungsträger, hat 16 Spiele (fünf Tore) im defensiven Mittelfeld - bei Rot-Weiss Essen wurde er als Rechtsverteidiger eingesetzt - bestritten. Und jetzt folgte auch noch eine persönliche Belohnung:

Telchs Treffer zum 2:0 gegen Hessen Kassel wurde am Samstagabend in der ARD-Sportschau zum Tor des Monats gewählt. Telch gewann mit überragenden 41 Prozent und setzte sich damit gegen Salim Khelifi (Eintracht Braunschweig), Marcel Heller (SV Darmstadt 98), Kevin Kampl (Bayer Leverkusen) und Justin Eilers (Dynamo Dresden) durch. In der 81. Minute hämmerte der defensive Mittelfeldspieler einen Freistoß aus 35 Metern unhaltbar in die Maschen. Ein Treffer der Marke Traumtor.

Hier geht es zu Christian Telchs Tor des Monats Oktober

"Das ist eine überragende Sache. Wir sind gerade vom 3:1-Auswärtssieg beim SV Spielberg nach Trier zurückgefahren und waren unmittelbar vor dem Stadion. Da hab ich das erfahren. Mein Handy war mit Anrufen und Nachrichten überladen. Die Jungs im Bus haben sich sehr für mich gefreut und gesagt: 'Telch, jetzt musst du mal ne' Runde schmeißen!' Das werde ich gerne machen und mal einen Mannschaftsabend organisieren", erzählt Telch gegenüber RevierSport.

Obwohl er nur ein Jahr in Essen spielte, erinnert er sich noch gerne an Bergeborbeck und verfolgt Rot-Weiss täglich: "Ich bin jeden Tag auf www.reviersport.de und lese sehr viel. Wenn man einmal bei RWE gespielt hat, dann vergisst man diesen Verein nicht mehr. Die Fans sind mit das Beste, was es gibt. Aber das weiß eigentlich jeder und jeder Ex-Spieler erzählt das ja auch. Leider fehlt der sportliche Erfolg. Es ist schon krass, wenn ich sehe, wo RWE wieder steht. Sie haben eigentlich einen guten Kader, von den Namen her sicherlich einen besseren als Eintracht Trier. Uns macht aber, ähnlich wie Lotte, die mannschaftliche Geschlossenheit stark. Das ist oftmals viel wichtiger als die höhere Qualität. Ich wünsche Rot-Weiss Essen und seinen geilen Fans auf diesem Wege alles Gute für die Zukunft."

Autor: Krystian Wozniak

Mehr zum Thema

Kommentieren