Wie sich die Bilder gleichen. Zum zweiten Mal hintereinander lieferte der VfL Bochum im rewirpowerStadion ein bemerkenswertes Vorbereitungsspiel ab. Gut eine Woche nach dem 2:1-Erfolg über Galatasaray Istanbul besiegte das Team von Marcel Koller gestern den Erstliga-Absteiger Borussia Mönchengladbach auch in der Höhe verdient mit 3:0 (1:0). Acht Tage vor dem DFB-Pokalspiel bei Dynamo Dresden bilanzierte Marcel Koller:

3:0 - Überzeugende Generalprobe gegen Gladbach lässt die Fans jubeln

"Zufriedenheit wäre fatal"

29. Juli 2007, 20:08 Uhr

Wie sich die Bilder gleichen. Zum zweiten Mal hintereinander lieferte der VfL Bochum im rewirpowerStadion ein bemerkenswertes Vorbereitungsspiel ab. Gut eine Woche nach dem 2:1-Erfolg über Galatasaray Istanbul besiegte das Team von Marcel Koller gestern den Erstliga-Absteiger Borussia Mönchengladbach auch in der Höhe verdient mit 3:0 (1:0). Acht Tage vor dem DFB-Pokalspiel bei Dynamo Dresden bilanzierte Marcel Koller: "Ich freue mich über das gute Spiel meiner Mannschaft." Doch der Schweizer ist auch nach der gelungenen Probe für den Ernstfall weit davon entfernt, den Spielausgang zu hoch zu bewerten: "Zufriedenheit wäre ein fataler Ansatz."

Trotzdem hatte der Coach Mühe, sich der vielen Gratulanten zu erwehren. Verständlich, denn wie der VfL den Ball laufen ließ, nie Hektik zeigte und die Tore herausspielte, waren das schon Anzeichen einer vielversprechenden Frühform.[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/002/843-2879_preview.jpeg Eine der Überraschungen der Vorbereitung: Ivo Ilicevic. (Foto: firo)[/imgbox]

Gegen die Elf vom Niederrhein überraschte Koller erstmals in der Vorbereitung mit einer neuen Variante. Neben den Spitzen Mieciel und Epalle waren auch die Außenpositionen im Mittelfeld offensiv besetzt. Ivo Ilicevic auf der rechten und Dennis Grote auf der linken Seite waren dann auch die belebenden Elemente, zumal sie nicht stur an ihren Positionen klebten, sondern ständig die Seiten wechselten. Schnell war klar, wer der Erstligist auf dem Platz war. So hätte Ivo Ilicevic schon nach sieben Minuten die Führung erzielen können, als er an Heimeroth scheiterte. Als dann auch Epalle mit einem Kopfball (18.) und einem Schuss aus der Drehung (26.) am Torhüter scheiterte, war es endlich Zeit für den Bochumer Führungstreffer. Ein schneller Einwurf von Epalle führte über Ilicevic zu Dabrowski, und der defensive Mittelfeldspieler unterstrich mit einem satten 18-Meter-Schuss ins linke Eck (33.), was sein Trainer schon in der ganzen Vorbereitung beobachtet hatte. Koller: "Dabro ist in guter Form, trifft auch regelmäßig im Training. Er traut sich einfach mehr zu."

Pech nur, dass ein Maltritz-Kopfball nach Grote-Freistoß (40.) nur am Pfosten landete. Spätestens zur Halbzeit wusste Marcel Koller schon, wie er seinem Team für die bisher gezeigten Leistungen danken konnte: "Sonntag und Montag ist trainingsfrei!"

Und fast schien es so, als würden seine Spieler deshalb noch eine "Schüppe" drauf legen. Der VfL war weiterhin Chef auf dem Platz, erhielt durch die Einwechslung von Sestak und Bechmann auch noch zusätzlich frischen Wind.

Erst gelang Ilicevic, der wieder zu den herausragenden Kräften gehörte, nach Vorlage von Sestak das 2:0. Und dann traf auch der in der ersten Hälfte glücklose Epalle nach glänzender Vorarbeit von Tommy Bechmann. Die Sprechchöre von den Rängen - "Steht auf für den VfL!" - zeigten deutlich, wie gut die Mannschaft gestern ihre Generalpropbe absolvierte.

Da passte es auch ins Bild, dass Jan Lastuvka bei einem Rösler-Freistoß die Null rettete, was übrigens Danny Fuchs bei seiner Premiere im VfL-Triot in der 82. Minute mit seiner Rettungsaktion auf der Linie auch gelang. Marcel Koller: "Ich habe jetzt zahlreiche Alternative, kann bei angeschlagenen Spielern oder bei Formschwankungen schneller reagieren. Das ist bestimmt ein Vorteil. Der Schweizer schloss nicht aus, dass das Modell mit den Außen Grote und Ilicevic auch am kommenden Sonntag im Rudolf-Harbig-Stadion greifen könnte. Koller: "Beide sind zwar vom Naturell her Offensivspieler, aber sie haben in der Vorbereitung auch die Defensivarbeit gut angenommen."

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