Nach sieben Siegen aus den letzten acht ungeschlagenen Partien hat sich der VfB Homberg in den Kreis der Aufstiegsaspiranten geschossen.

VfB Homberg

Abteilungsleiter Graf erlaubt den Aufstieg

Thomas Tartemann
22. November 2015, 09:07 Uhr

Nach sieben Siegen aus den letzten acht ungeschlagenen Partien hat sich der VfB Homberg in den Kreis der Aufstiegsaspiranten geschossen.

Stolze 22 Punkte in Serie eingesammelt, seit acht Spielen ungeschlagen: Der VfB Homberg mischt kurz vor der Winterpause die Fußball-Landesliga kräftig auf. Nach dem Absturz aus der Oberliga haben sich die Gelb-Schwarzen komplett neu aufgestellt. „Das war vergleichbar mit einem Legobaukasten: Es ging darum, welche Steinchen zusammen passen“, sagt VfB-Abteilungsleiter Wolfgang Graf.

Wolfgang Graf, der Misserfolg in der vergangenen Saison hat Sie viel Kraft gekostet. Wie geht es Ihnen jetzt gerade?

Wenn es sportlich gut läuft, dann lässt einen das deutlich zufriedener einschlafen. Wir haben hier jetzt alle ein Lächeln im Gesicht. Der Abstieg aus der Oberliga Niederrhein hat mich megamäßig gewurmt. Das war ja ein Prozess, der sich über Monate hingezogen hat, der aber auch irgendwann absehbar war. Das nimmt einen schon mit.

Im Sommer hat sich der VfB Homberg komplett neu aufgestellt. Mit Stefan Janßen kam für Günter Abel ein neuer Trainer, dazu wurden elf Neuzugänge eingebaut. So ein Umbruch kann auch schiefgehen, oder?

Unser Ziel war es, ein neues Team aufzubauen und uns zu stabilisieren. Unser Gesamtaufwand wurde nicht groß verändert und ist nach wie vor im mittleren Oberligasegment anzusiedeln. Am Anfang fehlten schlichtweg die Ergebnisse. Stefan Janßen hat dann die Spielweise etwas verändert. Mit der Rückkehr von Routinier Thomas Schlieter bekam die Defensive deutlich mehr Halt. Insgesamt sind wir mit der Entwicklung sehr zufrieden.

Kapitän Thomas Schlieter sagte kürzlich, der VfB sei nicht angetreten, um Tabellensiebter zu werden. Wie lautet das Ziel?

Wir haben uns vor dem Saisonstart bedeckt gehalten. Jetzt sehen wir es so: Die Jungs müssen nicht sofort wieder hoch in die Oberliga, aber sie dürfen. Wir würden uns gegen einen Aufstieg nicht wehren.

Wo liegt das Geheimnis des Homberger Erfolgs?

Bei der Zusammenstellung des Kaders, für die Stefan Janßen und Sportchef Frank Hildebrandt maßgeblich verantwortlich waren, haben wir menschlich keine Fahrkarte geschossen. Die Jungs, die hier sind, bereuen es nicht. Der Schlüssel zum Erfolg liegt wie so oft in einer funktionierenden Defensive. Wir haben in den vergangenen acht Partien nur zwei Gegentore bekommen. Sicher zu stehen, war eine unserer Baustellen. Und die wurde geschlossen. Aber es gibt noch mehr Komponenten.

Und zwar?

Man braucht eine funktionierende Achse. Die haben wir mit [person=1378]Thomas Schlieter[/person] im Abwehrzentrum, mit [person=3996]Sunay Acar[/person] sowie [person=10022]Eric Holz[/person] im zentralen Mittelfeld und mit [person=4948]Marcel Kalski[/person] im Sturm. Sunay erlebt gerade seinen sechsten Frühling. Er übernimmt als erfahrener Mann die Führung. Zudem hat [person=6682]Dennis Wibbe[/person], der in Ratingen nur Ersatz war, prima eingeschlagen.

Anfang Dezember wartet das Spitzenspiel bei Verfolger FSV Duisburg. Was erwarten Sie dort?

Der FSV ist ein ernstzunehmender Mitbewerber. Dort wird gute Arbeit geleistet, das nehmen wir wahr. Ich habe im Laufe der Jahre aber eines gelernt: In solchen Duellen entscheidet sich keine Meisterschaft.

Autor: Thomas Tartemann

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