Das Spiel des SV Altenbochum II gegen AfB Bochum wurde abgebrochen. Die Verantwortlichen zweifeln an der Neutralität des Schiedsrichters.

Spielabbruch

Vereine wittern Wettbewerbsverzerrung

Felix Kannengießer
20. November 2015, 17:07 Uhr
Foto: firo

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Das Spiel des SV Altenbochum II gegen AfB Bochum wurde abgebrochen. Die Verantwortlichen zweifeln an der Neutralität des Schiedsrichters.

Aufregung in der Kreisliga C1. Dort steht der FC Bochum an der Tabellenspitze, die Verfolger sind unter anderem der SV Altenbochum II und der SV Phönix III, der aktuell den Relegationsplatz bekleidet. Am Sonntag pfiff ein Schiedsrichter, der am gleichen Spieltag für Phönix’ Dritte auflief, das Spiel des Konkurrenten aus Altenbochum gegen den AfB Bochum – und das wurde auch noch abgebrochen, weil der Schiedsrichter sich bedroht fühlte. „Das war eine unglückliche Ansetzung“, gibt Heiko Schneider vom Schiedsrichter-Ausschuss des Kreises Bochum zu: „Aber es war Zufall.“

Das war passiert: Die Altenbochumer hatten eine Gelb-Rote Karte bekommen, dazu einen Elfmeter gegen sich. Als beim Stand von 2:2 ein weiterer Strafstoß gegen den SV 01 gegeben wurde, kam es zur Rudelbildung, bei der sich ein Spieler direkt vor dem Unparteiischen aufbaute. Der brach das Spiel daraufhin ab und sah sich laut Bericht nicht in der Lage, noch einmal anzupfeifen, wegen der Sorge, „dass es zu Gewalthandlungen kommen könnte“.

Nach Regeln alles korrekt

„Aus meiner Sicht war der Platzverweis ohne Fingerspitzengefühl, der Elfmeter unberechtigt und der Spielabbruch übertrieben“, beschwert sich Altenbochums Trainer Stefan Vaugt: „Außerdem stelle ich mir das mit der Neutralität schwierig vor, wenn der Schiedsrichter bei einer konkurrierenden Mannschaft spielt.“ Streng nach Regeln ist alles korrekt gelaufen, gesperrt sind die Schiedsrichter meist nur für die Spiele des eigenen Vereins.

Phönix’-Vorsitzender Norbert Werdelmann nimmt der Angelegenheit Wind aus den Segeln: „Der Spieler ist für die zweite Mannschaft aktiv, war jetzt ein halbes Jahr verletzt und hat deswegen bei der Dritten gespielt.“ Zudem hege Phönix III kaum Aufstiegsambitionen, „da geht es nur um Spaß“, so Werdelmann.

Ob der Spielabbruch in Ordnung war, soll nun demnächst die Spruchkammer des Fußballkreises Bochum feststellen. Möglich wären eine Wertung für die AfB Bochum oder eine Neuansetzung.

Autor: Felix Kannengießer

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