Im einzigen Oberliga-Duell im Niederrheinpokal-Viertelfinale treffen am Samstag (14.30 Uhr) ETB SW Essen und der Wuppertaler SV aufeinander.

Niederrheinpokal

Molina kündigt "Riesen-Leidenschaft" an

Hendrik Niebuhr
19. November 2015, 15:07 Uhr
Foto: Frank Gröner

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Im einzigen Oberliga-Duell im Niederrheinpokal-Viertelfinale treffen am Samstag (14.30 Uhr) ETB SW Essen und der Wuppertaler SV aufeinander.

Auch wenn beide Mannschaften direkte Ligakonkurrenten sind, so verrät ein Blick auf die Tabelle doch, dass Wuppertal zumindest leicht in der Favoritenrolle sind. Als Spitzenreiter führt der WSV die Liga souverän an, während der Essener Traditionsklub als Zehnter im Mittelfeld rangiert.

"Durch die bisherige Saison sind wir sicher leicht favorisiert, doch in einem Spiel ist immer alles möglich. Ich erwarte ein Match auf Augenhöhe", weiß Wuppertals Trainer Stefan Vollmerhausen, dass die Aufgabe in Essen keine leichte wird. Zwar wollen die Wuppertaler die nächste Runde erreichen, ein möglicher DFB-Pokaleinzug angesichts von nur noch zwei Spielen bis zum Finale, steckt nach Vollmerhausens Aussage jedoch noch nicht in den Köpfen: "Es sind noch einige höherklassige Teams dabei, sodass man nicht daran denkt."

Keinen Hehl macht indes sein Gegenüber Toni Molina daraus, wie ernst die Essener den Pokalwettbewerb nehmen: "Das wird eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, aber wir wollen weiterkommen und werden eine Riesen-Leidenschaft in das Spiel legen." Bei einem Weiterkommen würde eventuell auch ein lukratives Duell mit Rot-Weiss Essen warten.

Doch das ist noch Zukunftsmusik, zunächst einmal muss die Hürde Wuppertal überwunden werden. Dabei zeigte die Formkurve bei ETB zuletzt leicht nach unten, nur ein Punkt wurde in den letzten drei Spielen gesammelt. "Uns fehlt das Personal, um wirklich konstant zu sein", erklärt Molina die schwankenden Leistungen in dieser Spielzeit.

Zu allem Überfluss muss Molina auch noch auf seine beiden Offensivakteure [person=6456]Ridvan Balci[/person] (Rotsperre) und [person=6036]Fabio La Monica[/person] verzichten, der sich vor zwei Wochen gegen Meerbusch das Schlüsselbein brach. "Das ist ein Riesen-Brett", bedauert der Trainer das Fehlen seiner beiden herausragenden Individualisten, die in dieser Spielzeit aus verschiedensten Gründen nur selten gemeinsam auf dem Platz stehen konnten.

Eine der wenigen Partien, in denen beide Angreifer mitwirken konnten, war das Ligaspiel zwischen Essen und Wuppertal. Damals setzte sich der WSV dank eines Treffers von [person=2953]Gaetano Manno[/person], der am Samstag ebenfalls nicht dabei ist, knapp mit 1:0 durch. Doch die Essener konnten die Partie knapp gestalten und mehr als mithalten. "In der zweiten Halbzeit war das nach meiner Meinung Einbahnstraßenfußball. Wir haben die Murmel nur nicht reingekriegt", erinnert sich Molina.

Autor: Hendrik Niebuhr

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