Während seine Teamkollegen die drei freien Tage zu Kurztrips nutzten, ließ es Tim Hoogland mit seiner Ehefrau Deniz und seinem Sohn Rio deutlich ruhiger angehen.

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Hoogland wundert sich nicht über plötzlichen Gegenwind

19. November 2015, 10:37 Uhr
Foto: firo

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Während seine Teamkollegen die drei freien Tage zu Kurztrips nutzten, ließ es Tim Hoogland mit seiner Ehefrau Deniz und seinem Sohn Rio deutlich ruhiger angehen.

So standen Familienbesuche auf dem Tagesprogramm. Kein Wunder, der defensive Mittelfeldspieler stammt aus Marl, die Ehefrau aus Gelsenkirchen, da lebt der gesamte Verwandtenkreis doch direkt im Ruhrgebiet.

Im Sommer von Fulham nach Bochum, ist der 30-Jährige überzeugt: „Das war der richtige Weg. Ich bin zufrieden und positiv gestimmt, habe die Entscheidung noch keine Sekunde bereut und jeden Tag Spaß an der Castroper Straße.“

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Bochums Spieler mit der Rückennummer zwei haben die negativen Schlagzeilen nach den Niederlagen in Frankfurt und Karlsruhe nicht wirklich überrascht: „Was wir falsch gemacht haben, wissen wir, lassen uns aber auch nicht auseinander dividieren.“ Überhaupt hat der Routinier große Probleme mit der Tatsache, dass sich gerade in Deutschland seiner Meinung nach negative Schlagzeilen besser verkaufen als positive. „Nach dem überraschend guten Saisonstart hat man uns Honig um den Bart geschmiert. Jetzt gibt es Saures. Da spürt man auch schon eine gewisse Portion Schadenfreude.“

Und so wie man zu Saisonbeginn im Team das Wort „Aufstieg“ nicht in den Mund genommen hat, geht man jetzt auch gelassen mit der „Ergebniskrise“ um. Tim Hoogland: „Wir wissen, was möglich ist. Stellen wir unsere Fehler wieder ab, haben wir eine Qualität im Kader wie sie in dieser Liga nicht alltäglich ist.“

Wie eng es in der Liga zugeht, das ist Tim Hoogland bei der 2:3-Niederlage in Frankfurt selbst widerfahren. Sein Rückblick: „Beim Stand von 2:2 habe ich eine riesige Kopfballchance, der Torhüter hält phantastisch. Wäre der Ball drin, gehen wir als Sieger vom Platz und ständen jetzt einen Zähler hinter dem Tabellenführer. So ging der Schuss nach hinten los. Und wir sind Sechster.“

Der 1,87 m große Defensivallrounder hätte noch ein paar Beispiele bereit. Wie die Lattentreffer von Mlapa und Simunek oder den Pfostenschuss von Terodde. Hoogland: „Das zeigt doch nur, wie eng es in dieser Liga ist. Und deshalb lassen wir uns auch nicht verrückt machen.“

Dass die momentane Problematik allerdings ausschließlich in der mangelnden Chancenauswertung liegen soll, lässt er so nicht stehen. „Wir waren zuletzt bei Kontern anfällig. Schon gegen Union Berlin wird es wichtig sein, dass wir auch hinten eine Überzahl haben.“ Vor dem nächsten Gegner warnt er: „Die Eisernen sind schwierig zu bespielen und unberechenbar. Aber es ist für uns auch eine lösbare Aufgabe.“

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