Nach zwei Niederlagen in Folge hat der FC Brünninghausen den Anschluss an die Tabellenspitze verloren. Trainer Alexander Gocke spricht von einem Kopfproblem.

FC Brünninghausen

Das Problem ist der Kopf

Hendrik Niebuhr
20. November 2015, 09:37 Uhr
Foto: Vonstein

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Nach zwei Niederlagen in Folge hat der FC Brünninghausen den Anschluss an die Tabellenspitze verloren. Trainer Alexander Gocke spricht von einem Kopfproblem.

"Man will sich gar nicht ausmalen, was möglich wäre", haben die beiden jüngsten Niederlagen in Wickede und bei der Reserve des TuS Erndtebrück nach Ansicht des Brünninghausener Coaches nichts mit einem Qualitätsproblem zu tun. Vielmehr kriegen es die Akteure des FCB gegen die Mannschaften aus dem Tabellenkeller der Westfalenliga 2 nicht auf die Reihe, ihre normale Leistung abzurufen. Vier (!) der fünf Saisonniederlagen setzte es gegen vier der fünf letzten Mannschaften der Liga. Und selbst die Partie gegen Schlusslicht Hedefspor Hattingen endete denkbar knapp mit 3:2. "Leider Gottes ist es uns nicht gelungen, den richtigen Bezug zu so einem Spiel zu schaffen", zeigte sich Gocke nach der Darbietung beim Tabellenvorletzten Erndtebrück enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft.

Im Oktober schienen die Dortmunder noch auf einem richtig guten Weg zu sein. Fünf Siege reihte die ambitionierte Mannschaft aneinander und fügte dabei auch Spitzenreiter 1. FC Kaan-Marienborn die erste Niederlage zu. Doch durch die beiden jüngsten Pleiten ist der Rückstand des Tabellendritten auf Kaan-Marienborn bereits auf zehn Punkte angewachsen. Zum Vergleich: Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt lediglich sieben Zähler! Ein Beleg dafür, wie eng die Liga ist. "Jede Mannschaft hat bisher so ihre Phasen, wo es nicht läuft, außer Kaan-Marienborn", hat der Brünninghausener Trainer erkannt, dass Konstanz beim großen Teil der Liga ein Fremdwort ist.

"Es bringt nichts, irgendwie nach oben zu schielen", sagt Gocke aus diesem Grund und erwartet von seiner Mannschaft, dass sie beginnt, "kurzfristiger zu denken. Ich mag den Spruch, dass man von Spiel zu Spiel denken muss, eigentlich nicht, aber wir müssen jetzt jede Aufgabe für sich angehen." Von Ratlosigkeit oder Frust will der Linienchef jedoch nicht reden: "Wir haben einige Ansatzpunkte und werden jetzt einige Einzelgespräche führen", kündigt er arbeitsreiche Tage an. Dann sollen nach dem spielfreien Wochenende die Ergebnisse in den Partien gegen Wanne-Eickel, in Herne und in Olpe wieder stimmen. Auf dem Papier sind das zwar härtere Gegner - doch die scheinen Brünninghausen in dieser Saison ja ohnehin besser zu liegen.

Autor: Hendrik Niebuhr

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