Unter dem neuen Trainer scheint es aufwärts zu gehen. Ilia Gruev hat sogar schon ein bisschen Sorge, dass sich zu viel Euphorie um den MSV Duisburg breit machen könnte.

MSV Duisburg

Janjic will im Derby 100 Prozent fit sein

17. November 2015, 17:11 Uhr
Foto: firo

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Unter dem neuen Trainer scheint es aufwärts zu gehen. Ilia Gruev hat sogar schon ein bisschen Sorge, dass sich zu viel Euphorie um den MSV Duisburg breit machen könnte.

Ein Kriterium für den Aufschwung ist neben dem Coach die Rückkehr einiger angeschlagener und verletzter Spieler. Einer davon ist Zlatko Janjic, der zuletzt wegen eines Ermüdungsbruchs in der Wade neun Wochen pausieren musste.

Der 29-Jährige hofft, zum Straßenbahn-Derby gegen Fortuna Düsseldorf (Freitag, 18.30 Uhr) wieder voll einsatzfähig zu sein. Er will der Mannschaft endlich wieder auf dem Platz helfen. Neun Wochen musste Janjic pausieren, zuletzt fiel er 2007 mit einem Kreuzbandriss aus. Bis er die Diagnose hatte, musste er drei Mal ein MRT machen lassen, erst dann hatte er Gewissheit, dass es sich nicht um eine Prellung, sondern um einen Ermüdungsbruch handelt. Warum war das so schwierig? Pech! „In hundert Fällen passiert das ein Mal“, weiß Janjic.

Zlatko Janjic, wie waren die vergangenen Wochen für Sie?
Das war eine blöde Zeit. Auf das Zugucken hätte ich sehr gerne verzichtet. Meine Frau hat gesagt, in den ersten drei, vier Wochen wäre ich unerträglich gewesen. Das war die Zeit, in der nicht klar war, was los ist. Als die Diagnose gestellt war, habe ich nach vorne blicken können und versucht, die Zeit mit meiner Familie zu genießen. Die waren froh, dass ich am Wochenende frei hatte. Hart war vor allem, dass ich den Jungs nicht helfen konnte in dieser Situation. Die Pause wäre mir sicher leichter gefallen, wenn wir besser dagestanden hätten.

Warum ist es der Mannschaft in der Anfangsphase der Saison so schwer gefallen, ihr Potenzial in den Spielen abzurufen? Im Training hat es doch auch funktioniert, oder? Spiele kann man nicht simulieren, da herrscht ein ganz anderer Druck. Vieles hängt von einer Situation ab – und die ist in den meisten Spielen gegen uns gelaufen. Uns fehlte das nötige Glück und dann waren die Ergebnisse natürlich auch nicht da. Hinzu kamen die zahlreichen Verletzten. Es lief einfach nicht in unsere Richtung. Das können wir jetzt ändern. Wir müssen gegen Düsseldorf den Bock umstoßen und nach vorne schauen.

Was stimmt Sie optimistisch, dass das gelingt? Der Trainer versucht, uns wieder neues Selbstvertrauen einzuhauchen, es ist deutlich zu spüren, dass wieder was geht, wie wir gegen Freiburg gezeigt haben. Der Trainer hat wieder ein Fünkchen entfacht. Hinzu kommt, dass die Verletzten langsam zurückkommen. Das belebt den Konkurrenzkampf. Jeder haut sich jetzt wieder voll rein. Es gab eine Phase, in der war das nicht so.

Geht der MSV mit einem psychologischen Vorteil in das Spiel gegen Düsseldorf? Das Spiel fängt bei Null an, aber ich glaube schon, dass wir einen Vorteil haben. Wenn wir hundert Prozent abrufen oder vielleicht noch ein bisschen mehr, dann können wir Düsseldorf sehr weh tun. Ich hätte nicht gedacht, dass Düsseldorf in dieser Saison so weit unten steht. Sie haben sich gut verstärkt. Aber ich hätte nichts dagegen, wenn das am Freitagabend immer noch so ist (lacht).

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