Eigentlich ist Benedikt Höwedes verletzt und kann nicht spielen. Das Länderspiel der DFB-Elf gegen die Niederlande will sich der Schalker aber nicht entgehen lassen.

Höwedes

Länderspielreise "für die Demokratie"

17. November 2015, 13:43 Uhr
Foto: firo

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Eigentlich ist Benedikt Höwedes verletzt und kann nicht spielen. Das Länderspiel der DFB-Elf gegen die Niederlande will sich der Schalker aber nicht entgehen lassen.

Wegen eines Mittehandbruchs musste Schalkes Kapitän zuletzt pausieren, deshalb weilt er aktuell auch nicht bei der Nationalmannschaft. Beim Freundschaftsspiel des Weltmeisters gegen die Niederlande heute Abend (Anstoß 20.45) will er aber trotzdem dabei sein. Via twitter verkündete Höwedes: "Als Fan der Demokratie werde ich heute zum DFB-Team reisen. Für Frankreich. Für Europa. Für Menschlichkeit."

Nach den Terroranschlägen von Freitag in Paris möchte der Schalker ein Zeichen setzen und für die Werte "unserer Demokratie" einstehen, die da lauten: Einigkeit und Recht und Freiheit - so wie es in der deutschen Nationalhymne heißt, die auch er als Nationalspieler schon häufig auf dem Platz gesungen hat.

Höwedes will sich nicht verkriechen

Nach dem Vormittagstraining auf Schalke erläuterte der S04-Kapitän am Dienstag weiter: "Wir sind ein Team, das zusammensteht und sollten keine Angst haben." Er hoffe nicht, dass die Ereignisse von Paris sich nachhaltig auf den Fußball auswirken: "Es war eine unglaublich tragische Geschichte, aber wir sollten nicht dahin kommen, uns zu verkriechen. Wir sollten dem trotzen und - bei aller Vorsicht - unser Leben weiterführen." Nach dem Terrorakt am Freitagabend ("Eine harte Geschichte für die Jungs"), habe er mit seinen Nationalmannschafts-Kollegen mitgefühlt: "Wenn man im Stadion ist und nicht genau weiß, was draußen passiert, ist das schon eine sehr bedrückende Situation. Damit müssen wir aber klarkommen und ich bin mir sicher, das wir das zusammen auch bestehen."

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