Die zweite Saisonniederlage war eine deftige - mit 0:5 ging Überraschungsteam SpVg Schonnebeck beim VfB Hilden baden. Dirk Tönnies verstand die Welt nicht mehr.

SpVg Schonnebeck

0:5 - Debakel in der zweiten Halbzeit

Hendrik Niebuhr
17. November 2015, 09:47 Uhr
Foto: Tillmann

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Die zweite Saisonniederlage war eine deftige - mit 0:5 ging Überraschungsteam SpVg Schonnebeck beim VfB Hilden baden. Dirk Tönnies verstand die Welt nicht mehr.

"Wenn mir jemand zur Halbzeit gesagt hätte, dass wir diese Partie mit 0:5 verlieren, hätte ich ihn für verrückt erklärt", erklärte der Trainer der Essener nach der Abreibung. Denn zu diesem Zeitpunkt waren noch keine Tore gefallen und eigentlich war der bisherige Tabellenzweite die leicht bessere Mannschaft. "Es war ein sehr enges Spiel, indem wir die bessere Spielanlage hatten", beschrieb Tönnies die ersten 45 Minuten. Zweimal wurde sein Team in dieser Phase in engen Situationen wegen Abseits zurückgepfiffen.

Doch nach dem Seitenwechsel verschliefen die Schonnebecker die ersten zehn Minuten komplett - auch weil Abwehrmann Matthias Bloch sich früh verletzte und am Seitenrand behandelt wurde. Als der VfB dann einen Freistoß erhielt, stimmte bei den zehn Schonnebeckern die Zuordnung nicht und Blochs Gegenspieler Manuel Schulz traf zum 1:0. Und nur drei Minuten später erhöhte der Gastgeber zum 2:0, als die Spielvereinigung noch immer mit einem Mann weniger auf dem Platz stand. "So unglücklich passiert das vielleicht einmal in fünf Jahren", wusste Tönnies, dass es einfach so Tage gibt, an denen alles schief läuft. Zwar probierten es die Essener danach noch einmal mit Schwung nach vorne, doch der zweite Treffer von Florian Grün nach einer Stunde zum 3:0 machte den Deckel drauf. Da die Schonnebecker auch in der Schlussphase weiter ihr Heil in der Offensive suchten, konnte Hilden noch zwei Konter erfolgreich zu Ende fahren.

"Wir wissen das genauso einzuschätzen, wie wir unsere Erfolgsserie zuvor einzuschätzen wussten", gerät nach Tönnies' Aussagen jetzt niemand in Panik. Kein Wunder, steht der Aufsteiger doch noch immer auf einem herausragenden dritten Platz. "Wir haben zu starke Charaktere in der Mannschaft, als dass uns das aus der Bahn wirft", blickt der Essener Trainer schon auf die kommende Aufgabe gegen den SV Hönnepel/Niedermörmter.

Autor: Hendrik Niebuhr

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