Dass eine Rote Karte ein Team nicht zwangsläufig schwächen muss, hat Ratingen 04/19 gegen den ETB eindrucksvoll bewiesen.

In Ratingen

ETB unterliegt trotz Überzahl

15. November 2015, 19:24 Uhr
Foto: Tillmann

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Dass eine Rote Karte ein Team nicht zwangsläufig schwächen muss, hat Ratingen 04/19 gegen den ETB eindrucksvoll bewiesen.

Als Schiedsrichter Christian van Zwamen in Minute 38 [person=24607]Philipp Rößler[/person] den Roten Karton wegen einem groben Foulspiel an [person=3774]Christopher Zeh[/person] unter die Nase hielt, waren die Gäste noch das bessere Team. Doch von diesem Moment an bekam der ETB keine Linie mehr in sein Spiel. „Was wir mit zehn Mann eine Halbzeit lang geleistet haben, ist unglaublich. Jeder musste 120 Prozent geben. Es war reine Kopfsache“, analysierte Matchwinner [person=14487]Yusuf Keser[/person] die 90 Minuten.

Der als Joker in die Partie gekommene Rechtsfuß erzielte nach exzellenter Vorarbeit von Carlos Penan auch den Siegtreffer, als er dem Stürmer den Ball quasi vom Schluffen nahm und einlochte. „Ich habe Vollgas gegeben, so, wie das gesamte Team. Wir sind heute als absolute Einheit aufgetreten“, war der 1,82 Meter große Mittelfeldspieler überglücklich. Ratingen verbesserte sich dadurch auf Rang sechs der Tabelle und ließ die Krise erst einmal hinter sich.

Verärgert zeigte sich unterdessen Toni Molina: „Wir hatten die Partie unter Kontrolle und mehr vom Spiel. Doch mit der Zeit wurden wir immer unsicherer. Zu viele Ballverluste und Fehler in der Hintermannschaft gaben den Ausschlag für die verdiente Niederlage“, zeigte sich der ETB-Coach einsichtig. Die ersten beiden Treffer fielen jeweils per direktemn Freistoß und waren beide schön anzusehen. [person=1675]Daniel Keita-Ruel[/person], der für die Hausherren immer wichtiger wird, schoss von halblinks aus 18 Metern Entfernung einfach mal drauf. Der nasse Kunstrasen tat sein Nötigstes dazu – 1:0 (12.). Für den ETB war es Zeh, der aus ähnlicher Entfernung von der linken Seite zum Ausgleich traf (24.). Zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste noch das spielbestimmende Team.

Während Molina die enge Tabellensituation jederzeit im Blick hat („Wir müssen auch weiter nach unten blicken“), konnte Peter Radojewski erst einmal aufatmen: „Die Einwechslung von Keser war genau richtig. Wir sind auf dem richtigen Weg“, so der RSV-Coach. Am kommenden Wochenende steht für beide Teams der Niederrheinpokal auf dem Programm. Während der ETB den Wuppertaler SV begrüßt (Samstag, 14.30 Uhr), hat Ratingen sein Heimrecht abgegeben und spielt im Niederrheinstadion bei Rot-Weiß Oberhausen (ebenfalls Samstag, 15.00 Uhr).

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