Extrem ausgeglichen präsentiert sich die Fußball-Bezirksliga 14 bislang. Echte Ausreißer – egal ob nach oben oder gar nach unten – sucht man bis dato vergebens. Viel mehr ist die Szenerie geprägt von guten und schlechten Tagen. Selten traf die Aussage „auf die Tagesform kommt es an“ so sehr ins Schwarze.

Bezirksliga 14: 6. Spieltag, Vorschau & Expertentipp

"Wenn Bajram wieder da ist, sollte der TSV gewinnen"

dc
15. September 2006, 22:18 Uhr

Extrem ausgeglichen präsentiert sich die Fußball-Bezirksliga 14 bislang. Echte Ausreißer – egal ob nach oben oder gar nach unten – sucht man bis dato vergebens. Viel mehr ist die Szenerie geprägt von guten und schlechten Tagen. Selten traf die Aussage „auf die Tagesform kommt es an“ so sehr ins Schwarze.

Doch auch wenn noch nicht wirklich ein Meisterschaftsfavorit auszumachen ist, Überraschungen gab’s trotzdem schon – auch „Schläfer“ sind im Feld zu entdecken, es ist nur eine Frage der Zeit bis Aufsteiger EtuS Schwerte aufwacht, zumindest waren die bisherigen Gegner im Anschluss voll des Lobes für den Liga-Neuling. „Was die Liga so interessant macht, ist, dass sie neu gemischt wurde“, erklärt Klaus Göhner, Geschäftsführer des TuS Stockum. Sechs neue Teams wurden der Staffel in der Sommerpause zugeteilt, eine Menge Holz. Und eine Menge neue Gesichter. Für alle.

Um Favoriten zu bestimmen, dafür ist es – zumindest in dieser Liga – noch viel zu früh. „Bislang hat sich noch keine Übermannschaft herauskristallisiert“, so Göhner, und ergänzt: „Mal sehen wie lange es dauert, bis es soweit ist.“ Auch seine Mannschaft, die von Paul Lämmer trainierte Stockumer Elf, bleibt bislang hinter den Erwartungen – zumindest hinter denen der Konkurrenz. Mit ein Grund für die überschaubare Ausbeute der TuS-Kicker ist sicherlich, dass „Youngster“ und „Wunderstürmer“ Fabian Fröhning, der in der Vorbereitung am Fließband knipste, seinen Rhythmus noch nicht gefunden hat. „Wir haben alle Zeit der Welt. Es ist eine junge Mannschaft mit viel Potenzial“, so Göhner. Erfreulich wäre aus Stockumer Sicht natürlich, wenn Fröhnings Knoten am Sonntag gegen Schwerte platzen würde.

Am spielfreien Tag vom TuS Ennepetal nimmt der Geisecker SV, der durchaus eine positive Überraschung darstellt, die liebgewonnene Tabellenspitze wieder ins Visier. Und bei der Reserve des SV Hohenlimburg sind drei Punkte durchaus möglich – unterschätzen sollte der GSV den Neuling allerdings nicht. Dass es deutlich wird, davon ist nicht wirklich auszugehen.

Ähnlich eng dürfte es in Hattingen zu gehen, wo Hedefspor den Türkischen SV empfängt. Wobei Glück und Pech auf Seiten der Wittener unter anderem davon abhängen, ob „Knipser“ und Urlauber Bajram Hyseni sich fit und torhungrig zurückmeldet. „Wenn Bajram (ehemaliger Stockumer, die Redaktion) wieder da ist, sollte der TSV gewinnen. Er ist immer für Tore gut“, so Göhner.

Interessant verspricht auch das Hagener Derby zwischen Hellas/Makkedonikos und dem TSK Hohenlimburg zu werden. Beide Mannschaften verfügen über gute Techniker und eine sowohl attraktive als auch interessante Spielanlage. Sprich: Wahlweise gibt’s ein Offensiv-Feuerwerk, oder ein dennoch unterhaltsames, von Taktik geprägtes Spiel – mit Derby-Flair.

Die Neuformierung der Sportfreunde Geweke scheint vollzogen. Zwar lief es beim Hagener Vorstadtklub bislang noch nicht rund, doch abschreiben sollte man de SF-Kicker nicht. „Wenn sich die Mannschaft findet, ist sie durchaus für Überraschungen gut“, so Göhner. Ob der Geweker Umschwung allerdings schon gegen die bislang - fast - tadellos agierende Elf der TSG Herdecke kommt, scheint eher unwahrscheinlich - dafür waren die Herdecker bislang zu konsequent.

Den Spieltag tippt Klaus Göhner (Geschäftsführer TuS Stockum)

Autor: dc

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