Auf solche Besuche kann jeder gut und gerne verzichten: Die Steuerfahndung war in der letzten Woche in den Räumlichkeiten des SV Lippstadt 08 zugegen.

SV Lippstadt 08

Steuerfahnder besuchen die Geschäftsstelle

Krystian Wozniak
11. November 2015, 14:43 Uhr
Foto: Ketzer

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Auf solche Besuche kann jeder gut und gerne verzichten: Die Steuerfahndung war in der letzten Woche in den Räumlichkeiten des SV Lippstadt 08 zugegen.

Nach RS-Informationen sollen nicht nur die Geschäftsstelle, sondern auch Privatwohnungen ehemaliger Spieler des SVL ins Visier der Fahnder geraten sein. "Ja, es gab diese besagte Steuerprüfung. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Der Ansprechpartner hierfür ist Kai Hartelt, unser langjähriger ehemaliger Vize-Präsident", sagt Thilo Altmann, aktueller Präsi des westfälischen Oberligisten, auf RS-Nachfrage. RevierSport sprach mit Hartelt, der die ganze Angelegenheit im RS-Interview aufzuklären scheint.

Kai Hartelt, können Sie den Besuch der Steuerfahnder beim SV Lippstadt 08 bestätigen?
Ja, klar. Aber das alles sollte man nicht so skandalös darstellen. Hier handelt es sich um eine Lohnsteuer-Außenprüfung, die seit zwei, drei Monaten läuft. Das ist eine ganz normale Vorgehensweise. Das passiert, wenn die Steuerbehörde die Steuererklärung noch einmal prüfen möchte und dann gibt es eben offene Diskussionspunkte. Das kann jedem von uns passieren. Ich selbst hatte auch schon drei oder vier Lohnsteuer-Außenprüfungen.

Heißt das, dass Sie nvom Besuch der Steuerfahnder nicht überrascht wurden?
Ganz und gar nicht! Der Termin zur Abschlussbesprechung der Lohnsteuer-Außenprüfung war uns bekannt und sogar schriftlich fixiert. Ich kann ihnen an dieser Stelle versichern, dass das alles für uns positiv zu Ende gegangen ist. Es ist zu einer Verständigung mit der Lohnsteuer-Außenprüfung gekommen.

Also muss der SV Lippstadt 08 Gelder an das Finanzamt nachzahlen?
Das passiert immer bei solch einer Prüfung.

Um welchen Betrag handelt es sich denn?
Das kann ich ihnen leider nicht sagen, sonst würde ich mich strafbar machen.

Wird dieser Betrag Konsequenzen für die Kaderplanung haben und dem Klub daher weh tun?
Einem Amateurklub tun jede zehn Euro weh. Ich werde mich zu der Summe nicht äußern.

Es sollen auch ehemalige Spieler Besuch von den Steuerfahndern erhalten haben. Ist das richtig?
In solch einer Prüfung werden natürlich auch alle Beteiligten befragt. Das ist nichts ungewöhnliches. Ich kann mich nur wiederholen und allen die uns vielleicht etwas Schlechtes wünschen sagen, dass es zu einer positiven Verständigung gekommen und damit die Sache abgeschlossen ist.

Autor: Krystian Wozniak

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