Daniel Farke hat einen erfolgreichen Einstand als Trainer der BVB-Reserve gefeiert. 2:0 gewann Dortmund II gegen Wattenscheid 09.

Wattenscheid - BVB II

Gelungenes Debüt für Farke

Hendrik Niebuhr
10. November 2015, 23:38 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Daniel Farke hat einen erfolgreichen Einstand als Trainer der BVB-Reserve gefeiert. 2:0 gewann Dortmund II gegen Wattenscheid 09.

Die Dortmunder setzten sich am Dienstagabend vor 1929 Zuschauern im Lohrheidestadion bei der SG Wattenscheid aufgrund einer Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt verdient mit 2:0 durch. [person=6169]Philipp Hanke[/person] (55.) und der eingewechselte [person=22382]Mitsuru Maruoka[/person] (85.) machten den Sieg perfekt. Durch den Erfolg verließ der BVB die Abstiegsplätze.

Dass das Ergebnis in Ordnung ging, da waren sich sowohl Farke als auch Wattenscheids Trainer Farat Toku einig. Dabei hatten die Wattenscheider, die bei einem Sieg auf den zweiten Tabellenplatz geklettert wären, im ersten Abschnitt noch leichte Feldvorteile gehabt. Die besseren Chancen hatte allerdings auch da bereits der letztjährige Drittligist, der vor allem in der Anfangsphase mit der Offensive um Marvin Ducksch, Tammo Harder, Michael Eberwein und Hanke für viel Alarm sorgte. Den Nachschuss nach einem Pfostentreffer konnte Ducksch nach drei Minuten jedoch nicht verwerten. Wenn die Wattenscheider mal in Richtung gegnerisches Tor kamen, stand häufig ein Abwehrbein dazwischen, sodass [person=8811]Hendrik Bonmann[/person] im BVB-Tor gar nicht eingreifen musste.

Nach dem Seitenwechsel erwischten wieder die Dortmunder Amateure, die von einem großen Anhang im Gästeblock begleitet wurden, den besseren Start. Nur wenige Sekunden waren gespielt, da setzte Hanke einen sehenswerten Schuss hauchzart über das Gehäuse. Kurz darauf machte es der 22-Jährige jedoch besser, schüttelte nach einem Pass in die Spitze seinen Gegenspieler ab und traf zum 1:0 für die Gäste.

Dortmund hatte das Spiel nun einigermaßen im Griff und ließ hinten wenig zu. In der Schlussphase machte Maruoka schließlich mit einem sehenswerten Treffer alles klar. Von der linken Seite zog der Japaner in die Mitte, wurde dabei aber auch nur äußerst spärlich von Wattenscheids Defensive begleitet. Mit Hilfe des Innenpfostens fand der Ball den Weg ins Tor.

Die Stimmen zum Spiel:

Farat Toku (Trainer SG Wattenscheid):
"Wir sind nicht so ins Spiel gekommen, wie in den Wochen zuvor. Der letzte Ball, die letzte Entschlossenheit haben so ein bisschen gefehlt, auch wenn beide in der ersten Halbzeit ein paar Chancen hatten. Nichtsdestotrotz habe ich in der Kabine gesagt, dass die Null gehalten werden muss, aber durch einen Ballverlust von uns konnte Dortmund dann schnell umschalten. Dann ist es schwer zu verteidigen, weil die Dortmunder viel Tempo haben. Wir hatten dann auch nicht mehr so die dicken Chancen, auch wenn wir noch viel Ballbesitz hatten. Das war heute so ein Tag, wo ich mit einem 0:0 zufrieden gewesen wäre. Dortmund hat es aber gut gemacht und zwei Tore geschossen, deshalb haben sie verdient gewonenen."

Daniel Farke (Trainer BVB II):
"Wir sind mit sehr viel Respekt hier nach Wattenscheid gefahren. Sie spielen bisher eine überragende Saison und sind so ein bisschen die Mannschaft der Stunde, weshalb wir wussten, dass es verdammt schwierig wird, zumal unsere Personalsituation gerade in der Defensive extrem angespannt war. In der ersten Viertelstunde ist unser Plan voll aufgegangen: Wir haben das Zentrum geflutet, früh gepresst und die Kontrolle über das Spiel gehabt. Wir haben dann einige Chancen ausgelassen und man hat gemerkt, dass die letzten Ergebnisse nicht so positiv waren. Danach haben wir die Kontrolle ein bisschen verloren und konnten das Umschaltspiel der Wattenscheider nicht mehr so gut unterbinden. In der zweiten Halbzeit waren wir dann aber wieder spielbestimmend und haben unsere Chancen genutzt. Wattenscheid hat dann zwar nochmal gedrückt, aber wir haben, glaube ich, keine echte Torchance mehr zugelassen. Die Jungs haben sich für viel Aufwand belohnt und das war enorm wichtig. Wir fahren zufrieden nach Hause, es gibt, glaube ich, nicht viele Mannschaften, die hier gewinnen."

Autor: Hendrik Niebuhr

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