Als André Breitenreiter eine Dreiviertelstunde nach dem Spiel die Pressekonferenz betrat, hatte er sein erstes Derby überstanden.

Schalke

Das Derby machte Breitenreiter heiser

10. November 2015, 11:12 Uhr
Foto: firo

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Als André Breitenreiter eine Dreiviertelstunde nach dem Spiel die Pressekonferenz betrat, hatte er sein erstes Derby überstanden.

Er klang sehr heiser, als er die Partie analysierte. "Wir haben ein wirklich hochklassiges Spiel gesehen, einen Fight, in dem alles steckte, was ein Derby ausmacht und dazu haben wir auch unseren Teil beigetragen", bemerkte Schalkes Trainer nicht ohne Stolz.

Eine Viertelstunde lang waren wir etwas beeindruckt
Breitenreiter zum Derby

Er hatte beim Coachen offenbar viel zu tun, aber Einiges ließ sich nicht verhindern, von draußen schon gar nicht. "Leider ist das 3:1 viel zu früh gefallen. Eine Minute vor und nach der Halbzeit hat man gesehen, dass uns noch etwas die Erfahrung fehlt. Eine Viertelstunde lang waren wir etwas beeindruckt", musste Breitenreiter einräumen. Besonders "ärgerlich" war aus seiner Sicht, wie das 0:1 zu Stande kam. "Wir bekommen durch den kleinsten Spieler ein Kopfballtor, das darf nicht passieren", merkte der S04-Coach an.

In Sachen Leidenschaft war Schalke aber voll da. "Die Mannschaft hat das, was sie am Samstag von den Fans mit auf den Weg bekommen hat, hervorragend umgesetzt. Wir können das Stadion erhobenen Hauptes verlassen", sagte Breitenreiter, der in puncto Einstellung aber auch die Partien davor nicht schwach fand. "Das Problem gegen Ingolstadt war nicht die Aggressivität, sondern das Herausspielen von Torchancen", erklärte er auf Nachfrage. Und doch ist Dortmund immer ein besonderes Spiel. "Natürlich sind die Emotionen in den Derbys größer, dann investiert man noch einmal etwas mehr", wusste der Hannoveraner, der sich gewiss schon auf das Rückspiel in fünf Monaten freut. Dann ist der BVB zu Gast auf Schalke und Breitenreiter wird wahrscheinlich wieder heiser sein.

Aktuell gibt es aber erstmal andere Aufgaben zu bewältigen: Mit dezimiertem Kader - nicht weniger als zehn Schalker befinden sich auf Länderspielreise - gilt es, sich auf die kommenden schweren Spiele in der Bundesliga vorzubereiten. Auch wenn die Vokabel eigentlich aus dem Wortschatz gestrichen worden ist, die Heimpartie gegen die übermächtigen Bayern, die am Samstag, 21. November (18.30 Uhr) in der Arena gastieren, dürfte tatsächlich ein "Bonusspiel" darstellen. "Schalke ist in keinem Spiel chancenlos", hielt Breitenreiter aber fest - und sollte S04 zumindest im Anschluss in Leverkusen gewinnen, dürfte alles in Butter sein. Die aktuelle Negativserie von sechs Spielen ohne Sieg dürfte aber drei Tage vorher im Europa-League-Heimspiel gegen Nikosia (Do. 29. November) am leichtesten zu durchbrechen sein.

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