Es scheint so, als könne die SG Hemer einfach nicht mehr gewinnen in der Bezirksliga Westfalen 6. Am Wochenende verspielten die Sauerländer eine 3:0-Führung.

SG Hemer

Azirar übt schonungslos Kritik

Julian Bischoff
10. November 2015, 09:47 Uhr
Foto: Ketzer

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Es scheint so, als könne die SG Hemer einfach nicht mehr gewinnen in der Bezirksliga Westfalen 6. Am Wochenende verspielten die Sauerländer eine 3:0-Führung.

Nach 45 Minuten hatte es noch so gut ausgesehen für die Hemeraner, der erste Saisonsieg seit dem ersten Spieltag schien mehr als nur in Reichweite zu sein für den Tabellenletzten. [person=18259]Dogan Okumak[/person] waren im Heimspiel gegen den VfK Iserlohn zwischen der 23. und 35. Minute drei sehenswerte Treffer gelungen, wodurch die Gastgeber mit einer beruhigenden Führung in die Kabine gingen.

Auswechslungen als Knackpunkt

Der zweite Durchgang hielt dann jedoch einige negative Überraschungen parat für die SG. Zunächst kamen die Gäste durch einen Doppelschlag von [person=6876]Beyhan Özdemir[/person] (56.) und [person=18397]Valon Hasani[/person] (59.) zurück in die Partie. Und dann mussten kurze Zeit später die Hemer-Akteure [person=23086]Ömer Kaba[/person] und [person=31092]Redouan Azirar[/person] verletzt vom Platz - für SG-Trainer Hussein Azirar, der nach vier Spieltagen den glücklosen Sean White auf der SG-Trainerbank abgelöst hatte, war dies der negative Knackpunkt für seine Mannschaft. Mit den beiden eingewechselten [person=18266]Benjamin Biehs[/person] und [person=27402]Antonio Silvestro[/person] habe es seiner Mannschaft in der Folge deutlich an Biss gemangelt - auch dadurch sei es schließlich zum Ausgleichstreffer durch Özdemir gekommen (73.).

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"Das ist einfach bitter für die, die von Beginn an alles geben", kritisierte Azirar hinterher schonungslos. "Andere kommen rein und machen dann alles kaputt." Für die beiden Einwechselspieler und auch für einige andere Mitglieder des Kaders, denen die nötige Einstellung fehle, werde es in der kommenden Trainingswoche Konsequenzen geben - mindestens in Form einer deutlichen Ansprache. Darüber hinaus sei die Trainingsbeteiligung seines Kaders nicht zufriedestellend, immer wieder gebe es Spieler, die sich vor den Einheiten mit fragwürdigen Gründen abmelden würden.

Doch legte Azirar auch Wert auf die Feststellung, dass nicht alles schlecht gewesen sei an dieser Partie, denn immerhin habe sich seine Elf durch sehenswerte Angriffe eine 3:0-Führung herausspielen können. Der Großteil seiner jungen Elf habe zumindest 45 Minuten lang einmal mehr eine gute und engagierte Leistung gezeigt - sich am Ende jedoch zum wiederholten Male in den vergangenen Wochen nicht belohnen können. Und so dümpelt der Vorjahres-Siebte weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz herum. Man darf gespannt sein, ob Azirars deutliche Worte Früchte tragen.

Autor: Julian Bischoff

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