Viktoria Köln 3, Sportfreunde Lotte 3 - so lautete das Endergebnis im Spitzenspiel der Regionalliga West.

Viktoria Köln

"Wir sind alle total enttäuscht"

Krystian Wozniak
09. November 2015, 13:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Viktoria Köln 3, Sportfreunde Lotte 3 - so lautete das Endergebnis im Spitzenspiel der Regionalliga West.

Die rund 1000 Zuschauer, die in den Kölner Sportpark Höhenberg gepilgert waren, sind voll auf ihre Kosten gekommen. "Das war ein geiles Fußballspiel. Jeder Zuschauer war begeistert", erzählt Viktorias Sportvorstand Franz Wunderlich. Für ihn selbst und die Kölner Mannschaft war der Samstag trotz des Spektakels kein erfolgreicher Tag. Die Kölner drehten das Spiel nach einem zwischenzeitlichen 0:2 in eine 3:2-Führung und mussten am Ende noch das 3:3 hinnehmen. RevierSport sprach am Montag mit Viktoria-Kapitän [person=1574]Mike Wunderlich[/person] über den Wahnsinn am Samstag und die aktuelle Tabellenlage.

Mike Wunderlich, wie sehen Sie die Partie zwei Nächte danach?
Wir waren und sind immer noch alle total enttäuscht. Die Stimmung in der Kabine war auf dem Tiefpunkt. Wir haben wirklich alles rausgehauen und ein sehr gutes Spiel gemacht. Dass wir am Ende nicht belohnt worden sind, ist sehr bitter. Daniel Reiche hat den Ball ja noch in der 94. Minute an die Latte geknallt. An diesem Tag war der Fußballgott aber kein Viktorianer.

Wie erklären Sie sich den frühzeitigen 0:2-Rückstand?
Wir haben auch bis dahin gut gespielt, leider nur viel Pech in dieser Phase gehabt. Beim 0:1 tritt [person=12319]Nico Pellatz[/person] nach einem Rückpass über den Ball und Lotte bedankt sich. Beim 0:2 sehen wir auch schlecht aus. Ich will da aber auch niemandem einen Vorwurf machen. Schon gar nicht Nico Pellatz, der uns in den vergangenen Wochen und Monaten viele Punkte gesichert hat. Fehler passieren im Fußball.

Doch die Mannschaft hat sich von diesen Rückschlägen nicht beeindrucken lassen...
Ja, genau! An diesem Tag waren wir mental sehr stark und haben noch vor der Halbzeit das wichtige 1:2 erzielt. In der Kabine haben wir uns eingeschworen und alle haben fest daran geglaubt, dass wir das Ding noch drehen. Wir sind raus gegangen und haben die Lotter mehr oder weniger an die Wand gespielt und die Tore zum 2:2 und 3:2 schnell erzielt. Leider haben wir es verpasst, in unserer Drangperiode das 4:2 und damit den Lucky-Punch zu setzen.

Es bleibt bei sieben Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Lotte. Wie bewerten Sie die Lage nach 15 Spielen?
Nach 15 Spielen lügt die Tabelle nicht. Lotte ist zurecht und sicherlich nicht zufällig da oben. Wir müssen uns an die eigene Nase packen, dass wir solche Spiele wie gegen Erndtebrück oder Kray nur Remis gespielt haben. Wenn wir hier sechs statt zwei Punkte geholt hätten, wären es nur drei Zähler Rückstand auf Lotte und wir wären voll im Soll. Aber hätte, wäre und so weiter macht jetzt keinen Sinn. Fakt ist, dass wir uns in den nächsten Spielen nichts mehr erlauben dürfen.

Vor Weihnachten und der Winterpause geht es noch nach Ahlen, daheim gegen Aachen, nach Schalke und nach Oberhausen. Das Programm hat es in sich, oder?
Klar, aber in dieser Liga gibt es keine einfachen Spiele. Wir wollen oben dabei bleiben und da sind wir in der Pflicht, uns eine gute Ausgangslage für das neue Jahr zu erarbeiten. Damit müssen wir wieder in Ahlen anfangen. Leider kann ich da der Mannschaft aufgrund meiner fünften Gelben Karte nicht helfen.

Autor: Krystian Wozniak

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