Das langersehnte Landesliga-Derby hielt, was es im Vorfeld versprach: Spannung, Intensität und fußballerische Leckerbissen.

Wiemelhausen – Linden

60 Meter-Knaller entscheidet Derby

Jan Vordenbäumen
08. November 2015, 21:19 Uhr
Foto: FUNKE Foto Services

Foto: FUNKE Foto Services

Das langersehnte Landesliga-Derby hielt, was es im Vorfeld versprach: Spannung, Intensität und fußballerische Leckerbissen.

Aufsteiger Concordia Wiemelhausen empfing den aktuellen Tabellenzweiten, den CSV Bochum-Linden. Schon nach wenigen Minuten bot sich den gut 400 Zuschauern ein echtes Spektakel. Wiemelhausen drängte früh auf die Führung, setzte die Gäste aus Linden arg unter Druck. Ivo Kleinschwärzer stand nach sieben Minuten plötzlich völlig frei vor CSV-Keeper [person=28212]Jonas Kapfer[/person], traf den Ball allerdings nicht richtig und versäumte so die Führung.

Den ersten wirklich guten Angriff der Gäste verwertete Iliass Adinda-Ougba zur vielumjubelten Führung (22.). Klüppel konnte De Souzas Schussversuch nicht entscheidend klären – Adinda war zur Stelle und schob ein.

Kurz darauf folgte die Szene der Partie. Bauer wurde noch vor der Mittellinie von Schreier unfair gestoppt. Freistoß. Schnell ausgeführt. Pemöller zog gut zehn Meter hinter der Mittellinie ab, Klüppel stand zu weit vor dem Tor, der Ball senkte sich an die Latte und prallte von Klüppel ins Tor. 0:2. „Das Tor darf der Schiri so nicht geben“, ärgerte sich Concordia-Coach Jürgen Heipertz. „Der Ball ruhte nicht und der Schiri unterhält sich noch fein mit unseren Spielern. Der Ball war nicht freigegeben. Das ist ein Unding und eine Unverschämtheit“, so Heipertz wütend.

Es folgten wütende Angriffe der Hausherren. Wiemelhausen gab nicht auf, hatte drei äußerst gute Gelegenheiten. Erst mit dem Pausenpfiff nutzte die Concordia einen Ballverlust der Gäste eiskalt aus. Maxi Schreier zirkelte die Kugel von der Strafraumgrenze in die Maschen. Heipertz: „Leider mussten wir erst in Rückstand geraten um aufzuwachen. Wir haben erst nach dem 0:2 aggressiver gespielt und Chancen kreiert“.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich die Partie zu einem echten Krimi. Beide Teams warfen alles in die Waagschale, scheuten keinen Zweikampf. Lindens [person=26548]Mohedano[/person] hatte gleich drei Mal die Entscheidung auf dem Fuß, vergab den Matchball aber gegen den starken Klüppel.

So musste Linden bis zum Ende zittern, gewann dann aber nicht unverdient mit 2:1. Lindens Co-Trainer Thorsten Sievert zufrieden: „Die Mannschaft hat geschlossen und füreinander gespielt. Das war schon Klasse. Im Anbetracht der vielen guten Chancen haben wir hier auch verdient gewonnen“.

Autor: Jan Vordenbäumen

Kommentieren