Seine Liga-Premiere hatte sich Stefan Blank wahrlich anders vorgestellt. Der FC Kray-Trainer kassierte mit seinem Team beim FC Wegberg-Beeck eine 2:4-Niederlage.

2:4 bei Wegberg-Beeck

Krays Trainer redet Tacheles

Krystian Wozniak
07. November 2015, 18:50 Uhr
Foto: Griepenkerl

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Seine Liga-Premiere hatte sich Stefan Blank wahrlich anders vorgestellt. Der FC Kray-Trainer kassierte mit seinem Team beim FC Wegberg-Beeck eine 2:4-Niederlage.

Am Rande: Damit feierte das Schlusslicht seinen ersten Saisonsieg - noch bitterer für die Essener. RevierSport sprach nach dem Spiel mit FCK-Trainer Blank, der deutliche Worte fand.

Stefan Blank, am Mittwoch waren Sie nach dem 4:1 im Pokal gegen Hiesfeld noch gut gelaunt. Was hat Ihnen in Wegberg-Beeck die Laune vermiest?
Der Auftritt der Mannschaft! Das war von Beginn an schlecht. Wir waren überhaupt nicht da und sind glücklich durch einen Standard in Führung gegangen. Ich hatte gehofft, dass uns dieser Treffer etwas Sicherheit geben würde, das war aber leider nicht der Fall. Wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen und waren nicht gallig genug. Der FC Wegberg-Beeck hat viel mehr investiert. Ich bin einfach nur enttäuscht.

Wie erklären Sie sich diese Vorstellung in einem so immens wichtigen Spiel?
Das kann ich noch nicht erklären. Ich werde jetzt mal mit den Jungs in der Woche reden und in die Mannschaft reinhören. Ich will wissen, was da los ist. Es kann einfach nicht sein, dass wir in so einem Spiel vier, fünf Totalausfälle haben. Das war auch für mich schon sehr erstaunlich. Es soll mir auch keiner kommen und irgendetwas von Druck erzählen. Bei acht Punkten Rückstand auf das rettende Ufer gibt es keinen Druck. Da muss man einfach rausgehen, Fußball spielen und sein Bestes für den Verein geben. Wer das nicht verinnerlicht, der wird mit mir Schwierigkeiten bekommen. Die Jungs können davon ausgehen, dass die kommende Trainingswoche sehr intensiv und nicht gerade angenehm sein wird.

Wie groß ist nach so einer Vorstellung noch die Hoffnung auf den Klassenerhalt?
Für den Ligaverbleib gibt es keine Garantie. Wir haben noch viele Spiele und unser Ziel war es den Rückstand bis zum Winter auf drei, vier, vielleicht fünf Punkte zu verkürzen. Jetzt sind es acht Zähler. Wir wollen auf Schlagdistanz kommen und dann im Winter schauen, was noch geht. Aber dafür benötigen wir von Grund auf eine andere Einstellung.

Autor: Krystian Wozniak

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