Nach dem 1:1 gegen den SC Freiburg war die Freude bei allen Duisburgern riesig - und die Erleichterung über den Punktgewinn bei den Verantwortlichen groß.

MSV Duisburg

"Eine ganz andere Mannschaft"

07. November 2015, 17:24 Uhr
Foto: firo

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Nach dem 1:1 gegen den SC Freiburg war die Freude bei allen Duisburgern riesig - und die Erleichterung über den Punktgewinn bei den Verantwortlichen groß.

Der Trainerwechsel hatte gewirkt. Ausgerechnet gegen einen der größten Aufstiegskandidaten, den SC Freiburg, konnten die Duisburger punkten - und überzeugten dabei auch noch mit einer tollen kämpferischen Einstellung. Vor allem diese hatte zuletzt häufig gefehlt. Dementsprechend begeistert war dann auch der Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Marbach, der "eine ganz andere Mannschaft" sah, die "Mut für die Zukunft" machte.

Jürgen Marbach, wenn Sie das Spiel sehen, kommt da vielleicht der Gedanke auf, dass der MSV in Sachen Trainerwechsel doch ein bisschen früher hätte reagieren können?
Du kannst dir drei Mal natürlich selber in den Hintern beißen. Vielleicht wäre es besser gewesen. Vielleicht wäre es aber auch anders gelaufen und der Trainer hätte einen schlechten Einstand gehabt, so hatte er einen sehr guten. Es ist einfach, wie es ist. Jetzt ist das eingetreten, was wir uns erhofft haben: Die Mannschaft glaubt wieder an sich. Irgendjemand hat mich vorher gefragt, was ich erwarte, da habe ich gesagt, dass die Mannschaft mit Selbstbewusstsein auf den Platz geht und Fußball spielt. Mehr nicht. Jetzt ist ein schöner Punkt dabei rausgekommen.

Was gibt Ihnen Hoffnung, dass trotz der bisher nur sieben Punkte, das Ziel Klassenerhalt geschafft wird?
[person=1699]Thomas Bröker[/person] hat immer besser ins Spiel gefunden, nach seinem Tor hat er ganz anders gespielt, hatte viel mehr Selbstvertrauen. Oder ein [person=3215]Tim Albutat[/person]. Beides sind Spieler, die nach Verletzungen jetzt gerade wieder kommen, die richtig kicken können, die das Niveau der ganzen Mannschaft ein bisschen anheben. Vor allem können sie auch einer Geschwindigkeit von Obinna gerecht werden. Auch ein [person=1414]Dennis Grote[/person] steigert sich von Spiel zu Spiel, der war als Stammspieler vor der Saison nicht unbedingt gesetzt. Da ist noch so viel Potenzial bei denen, die zurückkommen, so sind wir definitiv kein Absteiger, wenn die sich normal entwickeln. Ob das am Ende reicht, die Punkte aufzuholen, darauf müssen wir hoffen. Vielleicht ist vor dem Hintergrund sogar ein kleiner Wermutstropfen dieses Spiels, dass wir zwei Punkte haben liegen lassen. Aber wir wollen ja auch nicht unverschämt werden.

Es gibt nicht viele Mannschaften, die Freiburg in dieser Saison geschlagen haben...
Wir sind Tabellenletzter, da sind alle anderen Mannschaften vor dir und jeder Gegner ist ein starker Gegner (lacht). Aber das ist das, was wir aus diesem Spiel mitnehmen können: Wir können gegen alle punkten. Nicht nur wie gegen Nürnberg, die selbst einen schlechten Tag hatten und man was mitnimmt. Wir können auch gegen einen starken Gegner punkten. Und wenn die mal nicht gut sind, dann punkten wir mal nicht, dann machen wir auch mal einen Dreier.

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