Der Turiner Staatsanwalt Raffaele Guariniello hat den Fund von vier positiven Dopingproben im italienischen Fußball bekannt gegeben. Angaben zur Identität der Verdächtigen wurden nicht gemacht.

Turiner Anwaltschaft kennt Namen gedopter Kicker

ds
21. April 2005, 13:13 Uhr

Der Turiner Staatsanwalt Raffaele Guariniello hat den Fund von vier positiven Dopingproben im italienischen Fußball bekannt gegeben. Angaben zur Identität der Verdächtigen wurden nicht gemacht.

Im italienischen Fußball herrscht Angst vor neuen Doping-Enthüllungen. Es seien vier positive Dopingproben gefunden und vier Personen zugeordnet worden, gab der Turiner Staatsanwalt Raffaele Guariniello bekannt. Daraufhin habe er eine Erweiterung der Untersuchung angeordnet. Über die Identität der vier Verdächtigen wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Staatsanwaltschaft Turin schaut jetzt genauer hin

Die Turiner Staatsanwaltschaft, die seit Jahren in Sachen Doping- und Medikamentenmissbrauch im Sport ermittelt, hatte die vielen ergebnislosen Dopingtests misstrauisch gemacht und über eine unsachgemäße Handhabung, wie zum Beispiel die mangelhafte Kühlung der Urin- und Blutproben auf dem Transport, gemutmaßt. In den 780 Analysen der letzten beiden Spieljahre war kein einziger Epo-Dopingfall entdeckt worden.

Neben den Untersuchungen durch die Staatsanwaltschaft und den in diesem Zusammenhang angekündigten Nachforschungen durch den italienischen Fußballverband (FIGC) will nun auch die Politik zur Tat schreiten. Das Gesundheitsministerium setzte seine Ankündigung um und wird eigens eine Untersuchungskommission zur Aufklärung der Verdachtsfälle einrichten.

Autor: ds

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