Bei den Krefeld Pinguinen herrschte in den letzten zwei Monaten das pure Chaos.

Krefeld Pinguine

Fritzmeier: "Wir müssen viel verbessern"

04. November 2015, 17:25 Uhr
Foto: Krefeld Pinguine

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Bei den Krefeld Pinguinen herrschte in den letzten zwei Monaten das pure Chaos.

Tabellenplatz 13, die Trennung vom Geschäftsführer nach nicht einmal fünf Monaten sowie der Abgang des langjährigen Pressesprechers Andre Schicks stehen zu Buche. Nun trat auch noch Trainer Rick Adduono nach über sechs Jahren zurück.

Immerhin sind zwei der drei vakanten Positionen nunmehr wieder besetzt: Karsten Krippner wird den alten Geschäftsführer Axel Nagel zum 1. Januar beerben. Und am Mittwochnachmittag stellte der KEV dann auch seinen neuen Cheftrainer vor. Mit Franz Fritzmeier, der über drei Jahre bei den Füchsen Duisburg als Chefcoach sowie zuletzt bei den Kölner Haien als Co-Trainer tätig war, soll die bisher so enttäuschende Saison gerettet werden.

„Die Mannschaft hat auf jeden Fall mehr Potenzial, als sie bisher gezeigt hat. Wichtig ist, dass wir gemeinsam da unten rauskommen. Andere Klubs haben mehr Geld zur Verfügung, also müssen wir auch anders an unsere Punkte kommen“, erklärt Fritzmeier. Wichtig wäre aber neben allem Teamgeist auch eine deutliche Leistungssteigerung einiger Profis. Die neu geholten Ausländer Mike Collins und Henrik Eriksson trafen beide in 16 Spielen erst viermal ins Schwarze und sind weit davon entfernt, den nach Hamburg abgewanderten Marcel Müller gleichwertig zu ersetzen.

Doch nicht nur im Sturm hakt es an der Westparkstraße. Mit 57 Gegentoren haben die Frackträger die zweitschwächste Abwehr der Liga. „Es fällt natürlich schon auf, dass die Mannschaft bisher sehr viele Gegentore kassiert hat. Auch am Überzahlspiel (zweitschlechtestes der Liga, Anm. d. Red.) müssen wir einiges verbessern“, benennt der Tölzer die größten Problemstellen. Gut vorbereitet dürfte Fritzmeier aber sein, schließlich kennt er die Liga nach einem knappen Jahr in Köln an der Seite von Haie-Cheftrainer Niklas Sundblad recht gut. „Ich habe mich schon hingesetzt, die letzten Krefelder Spiele analysiert und meine Schlüsse gezogen. Zudem ist es natürlich gut, dass ich Krefeld in den letzten Jahren immer regelmäßig verfolgt habe“, sagt der 35-Jährige.

Und mit Torhüter Patrick Klein, den Verteidigern Oliver Mebus sowie Mike Schmitz und den Angreifern Dominik Meisinger, Mike Mieszkowski und Christian Kretschmann feiert Fritzmeier sogar ein Wiedersehen. Alle sechs Nachwuchscracks trainierte er bereits bei den Füchsen Duisburg in der Oberliga. Grund genug für viele KEV-Anhänger, auf einen Paradigmenwechsel zu hoffen. War Vorgänger Adduono dafür bekannt, den häufig nicht ganz billig eingekauften Ausländern auch bei schwachen Leistungen (zu) viel Eiszeit zu geben, gilt Fritzmeier als Coach, der die Jugend fordert und fördert.

„Köln war nicht begeistert“
Nach dem ersten gemeinsamen Eistraining, welches Fritzmeier am Samstag abhalten wird, wird es 13. November zum ersten Mal ernst. Die Pinguine gastieren dann bei den Hamburg Freezers, die zuletzt mit vier Siegen in Folge glänzen konnten. „Wir fahren als Herausforderer und nicht als Favorit dahin“, weiß der neue Trainer. „Aber darauf haben wir ohnehin keinen Einfluss. Zudem ist jeder Gegner in dieser Liga schwer“, ergänzt er. Was sicherlich auch auf den Ex-Klub zutrifft. „Köln war nicht begeistert, sie hatten einen langfristigen Plan mit mir. Ich habe da aber ein sehr gutes Verhältnis zu allen, es ist ein toller Klub, bei dem ich von den Verantwortlichen immer viel Vertrauen gespürt habe“, lobt Fritzmeier den KEC zum Abschied.

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