Aufsteiger VfL Kamen konnte am Donnerstag innerhalb von 11 Minuten einen 0:2 gegen den Brambauer-Lünen drehen und steht nun schon auf Rang sieben der Liga.

VfL Kamen

"Vor Senden machen wir uns nicht ins Hemd"

Christian Lock
03. November 2015, 17:31 Uhr

Aufsteiger VfL Kamen konnte am Donnerstag innerhalb von 11 Minuten einen 0:2 gegen den Brambauer-Lünen drehen und steht nun schon auf Rang sieben der Liga.

Angesprochen auf die derzeitige – für einen Aufsteiger keineswegs selbstverständliche – Platzierung, lenkt VfL-Coach Marko Barwig den Blick direkt auf den Punktestand: "Aus meiner Sicht haben wir sechs Punkte zu wenig auf dem Konto stehen." Damit spricht er die Spiele an, die seine Truppe nach einer Führung noch leichtfertig aus der Hand gegeben hatte. "Wir sind überaus positiv in die Saison gestartet, haben dann aber ein wenig an Stabilität verloren", lässt er die bisher absolvierten Spiele noch einmal Revue passieren und spart dabei nicht an Kritik, dennoch sei er im Großen in Ganzen durchaus zufrieden mit der bisher gezeigten Leistung seiner Jungs.

An der offensiven Leistung seiner Mannschaft gäbe es nichts zu bemängeln, die Defensive allerdings habe zwischenzeitlich ein wenig zu fahrlässig agiert und müsse wieder besser stehen, wie zu Beginn der Saison, dann könne der VfL den Blick vielleicht sogar nach oben richten. Bis dahin schaut Barwig aber lieber erst einmal nach unten, denn von Platz dreizehn trennen den VfL gerade einmal zwei Punkte und auch ein Sechs-Punkte-Vorsprung, was der Kamener Punktedifferenz zu den Abstiegsrängen entspricht, kann schnell dahinschmelzen, wenn die nötige Konzentration nicht aufrecht erhalten wird. "Die Liga ist sehr ausgeglichen. Gerade das macht aber auch den Reiz aus", deutet der VfL-Coach an, dass der Weg für sein Team ebenso gut nach oben wie nach unter führen könne.

"Wenn unsere Defensive wieder stabil steht, dann machen wir uns auch vor dem VfL Senden nicht ins Hemd", gibt sich Barwig selbstbewusst, mit Blick auf die anstehende Partie gegen den Liga-Primus in gut zwei Wochen, der bis dato so etwas wie das Maß aller Dinge der Bezirksliga Westfalen 8 darstellt. Kurz darauf gewährt der VfL-Coach uns sogar noch einen kleinen Einblick in Kamener Zukunftsträume: "Wir haben eine junge und gute Mannschaft, wenn wir die in den nächsten fünf Jahren zusammenhalten können, dann können wir vielleicht sogar mal um den Aufstieg mitspielen."

Autor: Christian Lock

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