Er ist schon lange im Geschäft und kennt wohl auch durch seinen Vater Dietmar alle Geschichten rund um das runde Leder. Die Rede ist von Mario Klinger – Kapitän der SG Wattenscheid 09.

SG Wattenscheid 09

"Keine Träumer, nur Realisten"

Krystian Wozniak
04. November 2015, 10:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Er ist schon lange im Geschäft und kennt wohl auch durch seinen Vater Dietmar alle Geschichten rund um das runde Leder. Die Rede ist von Mario Klinger – Kapitän der SG Wattenscheid 09.

Die Lage an der Lohrheide dürfte für den einen oder anderen schon fast unheimlich erscheinen. Die Schwarz-Weißen eilen von Sieg zu Sieg und liegen mittlerweile auf Platz drei in der Regionalliga-West-Tabelle. Doch von Euphorie – zumindest im Kreis der Verantwortlichen und Mannschaft – keine Spur. „Der Abstiegskampf in der letzten Saison hat uns alle zusammengeschweißt und zu einem echten Team geformt. Wir haben ja im Sommer keine großen Veränderungen vorgenommen und die Mannschaft weiß genau, was es bedeutet um das sportliche Überleben zu kämpfen. Jetzt sind wir auf der Sonnenseite und das genießen wir – aber auch nicht mehr“, betont [person=1685]Klinger[/person], der am 27. Dezember 29 Jahre alt wird.

Geht es nach Klinger, dann müssen die Wattenscheider 40 bis 43 Punkte einfahren, um auch in der Spielzeit 2016/17 in der Regionalliga zu spielen. Sollte dieses Ziel bereits in wenigen Wochen oder Monaten erreicht sein, heißt das aber nicht im Umkehrschluss, wie Klinger betont, dass das Ziel der 09er geändert werden würde: "Wir haben hier keine Träumer, nur Realisten."

Für den Ex-Profi, der in der Vergangenheit unter anderem bei Rot-Weiß Oberhausen und dem 1. FC Kaiserslautern unter Vertrag stand, scheint der Zug nach oben bereits auch abgelaufen zu sein. "Man soll niemals nie sagen, aber für mich hat die berufliche Perspektive Priorität", sagt der für Projekt- und Vertriebsleiter einer Gelsenkirchener Sicherheitsfirma.

Auch wenn Klinger in den letzten drei Spielen fehlte, beziehungsweise gegen den FC Kray nur zu einem Kurzeinsatz kam, ist er aus der Mannschaft von Trainer Farat Toku kaum wegzudenken. Er zählt zu den Leistungsträgern und gilt als Tokus rechte Hand. "Mario ist unheimlich wichtig für die Mannschaft. Darüber brachen wir uns nicht zu unterhalten. Aber auch wer weiß, dass er als Kapitän keinen Freifahrtschein besitzt und um seinen Platz kämpfen muss. Jetzt konnte er eine Woche ohne Schmerzen trainieren und ist eine Option für das Dortmund-II-Spiel", erklärt Toku. Klinger hatte zuletzt mit einem Bluterguss in der Kniekehle zu kämpfen.

Autor: Krystian Wozniak

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