Nur neun Punkte aus zwölf Partien - nach dem Umbruch im Sommer ist die Lage bei der Spvgg Herten angespannt. Trainer Thomas Sliwa bezieht Stellung.

DJK Spvgg Herten

"Die Situation ist dramatisch"

Hendrik Niebuhr
04. November 2015, 09:07 Uhr
Foto: Tim Müller

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Nur neun Punkte aus zwölf Partien - nach dem Umbruch im Sommer ist die Lage bei der Spvgg Herten angespannt. Trainer Thomas Sliwa bezieht Stellung.

"Ich konnte nur mit einem 18er-Kader in die Saison gehen", erzählt Sliwa, dass es aus finanziellen Gründen schwierig war, im Sommer alle Spieler zu holen, die er haben wollte. Durch zahlreiche langfristige Verletzungen und einige Sperren stand dem Trainer, der im Sommer das Amt von Markus Schmeling übernahm, in den letzten Partien oftmals nur noch eine absolute Rumpftruppe zur Verfügung. So verloren die Hertener am letzten Freitag mit 0:4 beim SV Wacker Obercastrop und mussten dabei auf mehrere Spieler aus der Altherrenmannschaft zurückgreifen. "Aus dem regulären Kader waren sieben Spieler dabei. Das geht gar nicht", weiß Sliwa, dass seine Mannschaft so natürlich nicht konkurrenzfähig ist.

[person=10572]Alexander Eilert[/person], [person=21781]Jan Günther[/person], [person=21172]Ruben Marcinkowski[/person] und [person=27188]Marcel Auras[/person] laborieren seit Wochen an schweren Verletzungen, [person=10066]Niklas Martin[/person], [person=10579]Juri Stolz[/person] und [person=563]Andreas Wolf[/person] sind beruflich so sehr eingespannt, dass sie kaum trainieren können. Beim Training kann Sliwa somit höchstens auf elf Akteure bauen - wenig verwunderlich, dass etwaige Automatismen kaum eingeübt werden können.

Besonders verärgert ist der Hertener Coach, der zuletzt die U16 des MSV Duisburger trainierte, noch immer über die 2:4-Niederlage gegen den SV Westfalia Huckarde am vorletzten Spieltag. In einem eigentlich fairen Spiel schickte die Schiedsrichterin gleich drei Hertener vorzeitig zum Duschen, darunter auch Torjäger [person=4020]Tim Helwig[/person] aufgrund einer angeblichen Tätlichkeit. "Sie hat selbständig Regeländerungen vorgenommen", zeigt sich Sliwa erbost über die Entscheidungen.

Jegliches Lamentieren nützt jedoch alles nichts, denn die Hertener müssen nun zusehen, bis zur Winterpause möglichst noch einige Zähler zu sammeln, damit der derzeitige Tabellenzwölfte nicht den Kontakt zum rettenden Ufer abreißen lassen muss. "Die Situation ist dramatisch Wir harren der Dinge", ist sich Sliwa bewusst, dass es mit dem VfB Waltrop und Eintracht Datteln noch vor dem Jahreswechsel zu Duellen mit direkten Konkurrenten kommt.

Autor: Hendrik Niebuhr

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