Nur zwei Punkte aus den letzten neun Spielen - Aufsteiger VfB Lohberg ist in der Bezirksliga 5 Niederrhein auf dem Boden der Tatsachen gelandet.

VfB Lohberg

Grefen hadert mit Verletztenmisere

Hendrik Niebuhr
29. Oktober 2015, 12:51 Uhr
Foto: VfB Lohberg

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Nur zwei Punkte aus den letzten neun Spielen - Aufsteiger VfB Lohberg ist in der Bezirksliga 5 Niederrhein auf dem Boden der Tatsachen gelandet.

Nach solidem Saisonstart mit vier Punkten aus drei Partien befindet sich die Mannschaft von Thomas Grefen seit Wochen auf Talfahrt. Der negative Höhepunkt war das vergangene Wochenende, als der VfB im Kellerduell beim bisherigen Tabellenletzten SuS Haarzopf mit 1:3 unterlag und nun selbst die Rote Laterne hält.

Dass seine Mannschaft grundsätzlich die Qualität für die Bezirksliga hat, daran hegt Grefen keinen Zweifel. Die Horrorbilanz habe stattdessen andere Gründe: "Wir haben eine gewaltige Flut an Verletzten. Ich kann nie die gleiche Mannschaft aufstellen", berichtet Grefen von einer beispiellosen Personalmisere. "Leithammel" Tim Bruß, der sich nach drei Partien erneut den Fuß brach, Marco Branzk, Mike Dzudzek oder Mehmet Celiktürk sind nur einige Akteure, die aus der Stammelf schon seit längerer Zeit nicht zur Verfügung stehen. Hinzu kamen urlaubsbedingte Ausfälle sowie Sperren, sodass Grefen in Haarzopf nur 13 Akteure zur Verfügung standen, wovon zwei angeschlagen waren. "Wir haben einen 28-Mann-Kader", verdeutlicht er das Ausmaß der Situation.

Auch wenn die Lohberger mit 38 Gegentoren die schlechteste Abwehr der Liga stellen, hat Grefen, der die Geschicke beim VfB schon seit 2010 leitet, seine Mannschaft in kaum einer Partie wirklich deutlich unterlegen gesehen. "Wir machen immer wieder unnötige Fehler und lassen Riesenchancen aus", fehlt seiner Mannschaft einfach das nötige Selbstvertrauen. Schon vier Strafstöße verschossen die Dinslakener in dieser Saison, davon gleich zwei gegen den Vogelheimer SV.

Doch auch beim Aufsteiger können sie die Tabelle lesen, weshalb Grefen um die Bedeutung der nächsten Spiele weiß: "Wir müssen irgendwie zusehen, dass wir bis zur Winterpause den Abstand nicht zu groß werden lassen", kündigt er an, dass sich der Verein während des Jahreswechsels nach Verstärkungen umsehen will. In zehn Tagen steht in jedem Fall erst einmal das nächste Sechs-Punkte-Spiel an, wenn Lohberg zum Tabellen-15. TuRa 88 Duisburg reist. Der hat allerdings zuletzt mit einem 7:0 gegen die DJK Vierlinden für Aufsehen gesorgt...

Autor: Hendrik Niebuhr

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