Im zehnten Anlauf landete der SV Langschede den ersten Sieg in der Bezirksliga Westfalen 6. Und das ausgerechnet gegen einen direkten Konkurrenten.

SV Langschede

Im Kellerduell gelingt der Premierensieg

Julian Bischoff
26. Oktober 2015, 16:34 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Im zehnten Anlauf landete der SV Langschede den ersten Sieg in der Bezirksliga Westfalen 6. Und das ausgerechnet gegen einen direkten Konkurrenten.

Die Erleichterung war groß beim SV Langschede, als beim Heimspiel gegen die SG Hemer der Schlusspfiff erklang und damit der allererste Dreier in dieser Spielzeit unter Dach und Fach gebracht war. Beim 2:1 (1:0)-Erfolg im Duell der Kellerkinder hatte der bis dato Tabellenletzte endlich einmal die nötige Konsequenz an den Tag gelegt - sowohl in der Abwehrarbeit als auch in der Offensive.

Aufbauarbeit hat gefruchtet

In der vergangenen Woche habe er noch "moralische Aufbauarbeit" leisten müssen, gab Trainer Holger Stemmann hinterher an. Anlass war die enttäuschende Niederlage trotz guter Leistung am letzten Spieltag in Westhofen, die durch einen fragwürdigen Foulelfmeter in der Nachspielzeit zustande gekommen war. Zudem habe er selber langsam Druck gespürt ob der Tatsache, "dass bei den Siegen immer noch eine Null für uns stand".

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Beim Heimauftritt gegen die ebenfalls kriselnden Hemeraner war von Selbstzweifeln oder fehlendem Selbstbewusstsein nicht mehr viel zu erkennen beim Club aus Fröndenberg. Kurz vor der Pause ging man durch [person=24775]Gabriel Honorio[/person] verdient in Führung (40.). Als dem Gegner dann im Verlaufe der zweiten Hälfte durch [person=18259]Dogan Okumak[/person] (61.) der etwas glückliche Ausgleich gelang, ließen sich die SVL-Akteure dadurch anders als sooft nicht aus der Bahn werfen. "Ich bin stolz auf meine Jungs, dass sie sich vom Gegentreffer nicht haben verunsichern lassen", lobte Stemmann.

Der besaß mit der Einwechslung von [person=16309]Michael Weigelt[/person] in der 67. Minute unterdessen den viel zitierten richtigen Riecher. Denn Langschedes Nummer 13 war es, die zehn Minuten vor Schluss den vielumjubelten 2:1-Treffer schoss - und damit den laut Stemmann "überfälligen" Premierensieg besorgte.

"Nur ein Etappenziel"

Allzu lange wollte der Trainer sich indes nicht über den Heimerfolg freuen. Denn dieser sei lediglich ein "Etappenziel" gewesen, nun gelte es, im Training weiter hart zu arbeiten. Vor allem an der Offensive. Denn trotz der Tatsache, dass Langschede gegen Hemer zum allerersten Mal in dieser Saison mehr als ein Treffer in einem Spiel gelang, stellen die Fröndenberger mit ganzen acht Treffern weiterhin die schwächste Offensive der Liga. "Das ist ganz klar eine unserer Baustellen", so Stemmann.

Man habe sich auch in den neun vorangegangenen Partien stets einige gute Chancen herausspielen können, doch diese einfach nicht kosequent zu nutzen gewusst. Dies sei gegen Hemer endlich einmal anders gewesen. In der kommenden Woche tritt der Liganeuling, in der vergangenen Saison noch in Staffel 8 am Ball, beim SSV Kalthof an. Man darf gespannt sein, ob der SV Langschede seine starke Leistung dort wird wiederholen können.

Autor: Julian Bischoff

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