Nach dem 0:0 gegen Nürnberg steht das Kellerduell gegen 1860 München an. Für MSV-Trainer Lettieri könnte es das letzte Spiel werden.

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Lettieri bekommt noch eine Chance

Dirk Retzlaff (derwesten)
26. Oktober 2015, 10:32 Uhr
Foto: firo

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Nach dem 0:0 gegen Nürnberg steht das Kellerduell gegen 1860 München an. Für MSV-Trainer Lettieri könnte es das letzte Spiel werden.

Der MSV Duisburg klebt in der 2. Fußball-Bundesliga nach dem 0:0 gegen den 1.FC Nürnberg mit nur sechs Zählern weiter am Tabellenende fest. Am nächsten Sonntag spielen die Zebras beim punktgleichen Vorletzten 1860 München. Trainer Gino Lettieri wird dann wahrscheinlich weiterhin beim Aufsteiger in der Verantwortung stehen. „Lettieri sitzt in München auf der Bank“, sagte MSV-Aufsichtsratschef Jürgen Marbach am Sonntag. Es könnte die letzte Chance für den Deutsch-Italiener sein, das Ruder herumzureißen.

Gleichwohl wollen die Verantwortlichen des MSV Duisburg die sportliche Situation zeitnah analysieren. Die Führungscrew der Meidericher ist bereits gespalten, Gino Lettieri hat längst nicht mehr eine geschlossene Einheit hinter sich. Noch steht die Mehrheit der Funktionäre hinter Lettieri. Der MSV will einen Trainerwechsel aus wirtschaftlichen Gründen – noch – vermeiden.

Wir sind dabei, eine gute Serie aufzubauen
Gino Lettieri

Der 48-Jährige bemühte sich nach der Nullnummer gegen harmlose Nürnberger um eine positive Sicht der Dinge. „Wir sind dabei, eine gute Serie aufzubauen“, verwies der Fußballlehrer darauf, dass die Defensive der Duisburger in den letzten Wochen stabiler wurde. Nur ein Gegentor in drei letzten Spielen belegt dies, trotzdem verliert die Mannschaft in der Liga immer weiter an Boden.

Im Spiel nach vorne zu harmlos

Denn das Team ist im Spiel nach vorne zu harmlos. Ohne den erkrankten Victor Obinna wurde gegen Nürnberg die Durchschlagskraft vermisst. Bei den wenigen Tormöglichkeiten fehlte die Cleverness. Stanislav Iljutcenko, der den Vorzug vor Kingsley Onuegbu erhielt, setzte den Ball aus fünf Metern über das Tor, Kevin Wolze knallte die Kugel in der Nachspielzeit aus acht Metern auf die Zuschauerränge. „Ich kann die Tore ja nicht selbst schießen, dafür bin ich mittlerweile zu alt“, sagte Gino Lettieri nach dem Spiel.

Autor: Dirk Retzlaff (derwesten)

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