Bittere Niederlage für den ETB Schwarz-Weiß Essen in der Oberliga. Gegen den 1.FC Bocholt setzte es ein 1:2 (0:1), das für viel Gesprächsstoff sorgte.

ETB - Bocholt

Essen hadert mit Schiri-Entscheidungen

25. Oktober 2015, 18:42 Uhr
Foto: Tillmann

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Bittere Niederlage für den ETB Schwarz-Weiß Essen in der Oberliga. Gegen den 1.FC Bocholt setzte es ein 1:2 (0:1), das für viel Gesprächsstoff sorgte.

Nach der Partie musste Essens Trainer Toni Molina gleich mehrfach tief durchatmen. Das lag nicht an der großen Treppe zum Pressekonferenz-Raum, sondern an den 90 aufreibenden Minuten auf dem Rasen im Uhlenkrug-Stadion. "Wir hätten dieses Spiel einfach nicht gewinnen können, obwohl wir insgesamt ein ganz gutes Spiel gezeigt haben. Aber warum wir verloren haben, hat jeder gesehen, der hier war", sagt Molina. Der ETB-Trainer spielt auf die Leistung des Schiedsrichters Marco Lechtenberg an, der in vielen Situationen diskussionswürdig entschieden hatte. So musste der ETB in der Schlussphase eine Rote Karte gegen [person=6456]Ridvan Balci[/person] (90.) und zuvor den Elfmeter zum entscheidenden 2:1 für die Gäste ([person=5827]Reekers[/person], 86.) hinnehmen. Essens Innenverteidiger [person=14206]Stefan Siepmann[/person] war bedient: "Das war doch kein Elfmeter! Aus meiner Sicht war es auch keine Rote Karte."

Goris bringt Bocholt in Führung

Doch von vorn: Peter Schreiner, der Sportliche Leiter des ETB, sprach vor der Begegnung von einem richtungsweisenden Spiel. Und seine Mannschaft zeigte sich von Beginn an motiviert, hatte mehr Ballbesitz und die Kontrolle. Allerdings hat es nicht wirklich zu Chancen gereicht, nur die Standards von Ridvan Balci konnten einigermaßen für Gefahr sorgen. Die besseren Möglichkeiten hatten die Gäste, die immer besser ins Spiel fanden. Allen voran Stürmer [person=5724]Philipp Goris[/person] kam oft zum Abschluss, seine beste Chance vergab der Torjäger per Kopf aus kurzer Distanz (27.). Im Anschluss machte er es aber besser: Nach einem langen Pass in die Spitze blieb Goris vor dem Tor eiskalt und ließ ETB-Keeper [person=3754]Tobias Ritz[/person] keine Chance (42.). 1:0 für die Gäste kurz vor der Pause. "Wir haben besser angefangen als Bocholt und haben spielerisch Akzente setzen können, aber wir hatten Ende der ersten Halbzeit zu viele Fehlpässe", erklärt ETB-Coach Molina.

Said-Treffer wird aberkannt

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich seine Mannschaft präsenter und offensiver. Mit dem ersten Angriff der Gastgeber konnte Torjäger [person=1525]Chamdin Said[/person] einnetzen (48.), doch sein Treffer wurde nicht gegeben. Er soll zu grob in den Zweikampf mit Bocholts Torwart [person=6667]Marius Delker[/person] gegangen sein. "Er spielt den Ball nicht mit der Sohle, sondern benutzt ganz klar die Seite. Das war ein klares Tor. Ich weiß nicht, was der Schiedsrichter da gesehen hat", ärgert sich Molina. Doch Stefan Siepmann traf schließlich doch zum Ausgleich (76.): Nachdem Schiedsrichter Lechtenberg auf indirekten Freistoß im Strafraum der Gäste entschieden hatte, konnte Siepmann den geblockten Schuss von [person=4352]Kevin Müller[/person] abstauben.

Es begann eine spannende und teilweise hitzige Schlussphase, in der es hin und her ging. So auch kurz vor dem Ende, als [person=5728]Ismail Öztürk[/person] im Strafraum der Gastgeber zu Fall gebracht wurde und Bas Reekers den bereits erwähnten Elfmeter zur Führung und somit auch zum Endstand verwandelte.

"Niederlage wirft uns nicht um"

"Wir waren die bessere Mannschaft. Im Endeffekt haben wir unglücklich verloren", sagte Siepmann und ergänzte: "Obwohl wir diesmal so scheiße verloren haben, wirft uns die Niederlage nicht um." Sein Trainer sieht das ähnlich. "Wir haben viel Kampfgeist und Moral gezeigt, dazu auch kein schlechtes Spiel gemacht. Am Ende haben wir gegen einen übermächtigen Gegner verloren, der ganz andere finanzielle Mittel zur Verfügung hat als wir. Aber davon hat man nichts gesehen", stichelte Molina. Sein Gegenüber Manuel Jara zeigt sich aber gelassen: "Wir sind zufrieden mit den Punkten."

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