Zwei Personen waren für den 3:1-Sieg der Dortmunder gegen Qäbälä entscheidend: Matthias Ginter und Pierre-Emerick Aubameyang. Ohne sie wäre der Sieg schwer geworden.

BVB-Noten

Ginter hält den BVB im Spiel

Sebastian Weßling
22. Oktober 2015, 19:16 Uhr
Foto: firo

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Zwei Personen waren für den 3:1-Sieg der Dortmunder gegen Qäbälä entscheidend: Matthias Ginter und Pierre-Emerick Aubameyang. Ohne sie wäre der Sieg schwer geworden.

Roman Weidenfeller (3-): Durfte abermals in der Europa League anstelle von Bürki ran. Hatte wenig Gelegenheit, sich auszuzeichnen - wirkte aber bei den gefährlichen Szenen in Durchgang eins nicht immer sicher. Die Strafraumbeherrschung wird nicht mehr seine stärkste Disziplin.

Matthias Ginter (2): Anfangs auffälligster Dortmunder - zunächst aber vor dem eigenen Tor. Er setzte den einschussbereiten Dodo noch so unter Druck, dass der am leeren Tor vorbei schoss (8.). Wenig später ließ er erst Dodo laufen, kratzte dann aber dessen Lupfer von der Linie (11.). Danach auch mit Offensivakzenten und viel Platz nach vorne: Setzte sich rechts durch, sein Schuss wurde aber zur Ecke geblockt (13.). Hatte ein paar gute Hereingaben, die besten konnten Aubameyang (22.) und Reus (79.) nicht im Tor unterbringen. Ganz starker langer Ball auf Hofmann - doch auch der führte nicht zu einem Tor (71.).

Sokratis (3): Auch nicht der Allersicherste - vor dem 1:3 etwa ließ er sich allzu leicht übertölpeln. Bis auf einen verunglückten Rückpass, der Weidenfeller unter Druck setzte (45.+1), erledigte er seinen Dienst ansonsten aber ohne größere Schnitzer.

Mats Hummels (4): Wackliger Beginn des Dortmunder Abwehrchefs. Sprang erst unter einem Einwurf durch (5.) und hatte Glück, dass es beim Gegner nicht schnell genug ging. Bei der anschließenden Flanke war er nicht ganz auf dem Posten und ließ Zenjov frei zum Kopfball kommen (6.). Auch danach nicht frei von Unsicherheiten und Stellungsfehlern - wenngleich er das Geschehen immer besser in den Griff bekam.

Joo-Ho Park (4-): Bei der langen Flanke auf Zenjov gab er den interessierten Zuschauer, anstatt einzurücken - Glück, dass der den Ball nicht aufs Tor brachte (6.). Sehr fleißig, defensiv aber nicht immer sicher und vorne fand er kaum statt.

Julian Weigl (3): Der 20-Jährige ist einfach eine Passmaschine: 43 von 43 Pässen im ersten Durchgang fanden ihr Ziel. Zu Beginn hatte er noch Schwierigkeiten, die Reihen im Mittelfeld zu schließen - mit zunehmender Spieldauer gelang das immer besser. Sorgte mit dafür, dass die Gastgeber in Halbzeit zwei kaum noch gefährlich vor das BVB-Tor kamen - nach vorne aber blieb er unscheinbar.

Jonas Hofmann (4-): Bekam in Mkhitaryans Abwesenheit eine Bewährungschance - und spielte wie so oft zuletzt: Ohne große Fehler - weil ohne großen Einfluss aufs Spiel. Gefährlich wurde er zunächst nur durch eine zu lang geratene Flanke, die der gegnerische Torhüter noch gerade über das Tor lenkte (24.). Als ihn Reus aussichtsreich bedienen wollte, hatte Hofmann schon abgeschaltet - da wäre viel mehr drin gewesen (54.). Stark dann seine Ballannahme nach Ginters langem Pass - dann aber kam er vollkommen freistehend nicht am Torhüter vorbei (71.).

Ilkay Gündogan (2-): Vor allem er sorgte im ersten Durchgang für Tempo im BVB-Spiel - mit seinen dynamischen Läufen riss er die eine oder andere Lücke. Bediente beispielsweise Aubameyang nach einem Konter - doch der wurde geblockt (23.). Durfte sich nach einer guten Stunde ausruhen.

Shinji Kagawa (4): Eher unauffälliger Auftritt des Japaners, der zwar emsig und auch oft am Ball war, dem aber nichts Entscheidendes einfiel. Wirkte zunächst wie der Wegbereiter zum 2:0 - doch es war ein Qäbälä-Spieler der den Ball zu Aubameyang brachte (38.).

Marco Reus (3): Besser als zuletzt so oft, aber längst noch nicht wieder auf der Höhe seines Schaffens. Zwar bereitete er das 1:0 vor - das aber war ein simpler Querpass (31.). Zeigte noch ein paar starke Antritte und Dribblings, als er etwa Hofmann in Szene setzen wollte (54.) - insgesamt aber oft zu ungenau. Von einem Mann mit seinem Potenzial darf und muss mehr kommen.

Pierre-Emerick Aubameyang (1): Sehr beweglich, immer wieder ließ er sich ins Mittelfeld zurückfallen, um von dort mit Tempo in die Spitze zu stoßen. Das klappte nach einer guten halben Stunde ganz ausgezeichnet, als ihn 20 Meter vor dem Tor niemand angriff und er den Ball ins lange Eck schlenzte (31.) - ein eher untypisches Aubameyang-Tor. Ganz anders das 2:0, als er frei vor dem Torhüter auftauchte und ins lange Eck legte (38.). Und spätestens das 3:0, ein Abstauber aus kürzester Distanz, war dann wieder ein typischer Treffer (72.). Nicht nur wegen der Tore ein starker Auftritt: Mit seinem Tempo und seinen Dribblings kam die Qäbälä-Abwehr überhaupt nicht zurecht.

Autor: Sebastian Weßling

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