Es ist passiert: Spitzenreiter Kaan-Marienborn ist in der Westfalenliga 2 gestolpert. Der FC Brünninghausen fügte dem Liga-Primus die erste Niederlage zu.

FC Brünninghausen

"Wir feiern uns jetzt nicht eine Woche lang"

19. Oktober 2015, 16:02 Uhr
Foto: Vonstein

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Es ist passiert: Spitzenreiter Kaan-Marienborn ist in der Westfalenliga 2 gestolpert. Der FC Brünninghausen fügte dem Liga-Primus die erste Niederlage zu.

Florian Gondrum nutzte den einzigen schweren Patzer der Käner zum Tor des Tages (72.). Damit verkürzte der FCB den Rückstand auf den Tabellenführer auf vier Punkte.

RevierSport sprach mit Trainer Alexander Gocke über das Spiel.

Alexander Gocke, ist die Meisterschaft nach der ersten Niederlage von Kaan-Marienborn wieder spannender?
Ja, ich glaube schon. Irgendwann ist jede Mannschaft mal fällig. Und je länger so eine Serie anhält, desto höher ist die Motivation der anderen Mannschaften, sie zu beenden.

Wie sehr freut es Sie, dass Ihre Mannschaft endlich mal gegen ein Top-Team gewinnt?
Da ist was dran. In der letzten Saison ist uns das nicht so oft geglückt. Gegen die vermeintlich kleineren Gegner - wobei ich den Begriff mit sehr viel Vorsicht genieße - rufen wir unser Maximum häufiger ab. Gegen Kaan-Marienborn waren wir zu hundert Prozent konzentriert und haben dann zugeschlagen.

Hat nach dem sechsten Spieltag also eine Entwicklung stattgefunden?
Ja, auf jeden Fall. In den letzten vier Spielen haben wir stetig einen Schritt nach vorne gemacht. Gegen Brackel haben wir gewonnen, aber eine dreckige zweite Hälfte gespielt. Gegen Finnentrop waren wir 90 Minuten besser und nun das Spiel gegen den Spitzenreiter. Wir waren nach drei Niederlagen schon abgeschrieben und sind jetzt durch vier Siege in Folge wieder im Geschäft.

Es könnte glatt so weiterlaufen. Bevor mit Herne und Wanne-Eickel die nächsten beiden Top-Teams kommen, geht es gegen drei Mannschaften aus der Abstiegszone.
Die Liga hat gezeigt, dass viel passieren kann. Da sind wir ein gutes Beispiel für. Wir feiern uns jetzt nicht eine Woche lang dafür, dass wir den Spitzenreiter geschlagen haben. Gegen Hattingen müssen wir nachlegen, sonst bringt uns der letzte Sieg nichts. Und über das Derby gegen Wickede möchte ich noch gar nicht sprechen. Wir feiern die Feste, wie sie fallen. Und für das am Samstag laden wir uns Hattingen ein.

Vor der Saison haben Sie Tim Schrade vom Liga-Konkurrenten Westfalia Wickede verpflichtet. Wie sehr hat er Sie bisher überzeugt?
Tim hatte mit einigen Schwierigkeiten nach Verletzungen zu kämpfen und hat die Eingewöhnungsphase gut gemeistert. Ich würde ihn nicht in seiner Eigenschaft als Torjäger beurteilen, sondern eher darin, was er für die Mannschaft leistet. Er ackert, kämpft, behauptet Bälle, ist unheimlich mannschaftsdienlich. Der Junge weiß, wie man Tore schießt. Also wird das bald auch folgen.

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