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TuRU überholt den KFC - Idrissou sieht Rot

18. Oktober 2015, 19:51 Uhr
Foto: Ketzer

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Was für ein Topspiel war das 2:0 zwischen TuRU Düsseldorf und dem KFC Uerdingen, das seinem Namen alle Ehre gemacht hat.

Zweimal Rot wegen Tätlichkeiten, der Sieg für den Außenseiter und Brisanz bis zum Ende. Die 500 Besucher am Flinger Broich mussten ganz schön durchpusten. Mit dem 2:0 (0:0)-Erfolg von TuRU gegen den KFC bugsierten sich die Schützlinge von Frank Zilles auf den vierten Rang, punktgleich mit den enttäuschenden Uerdingern. „Unterm Strich war der Sieg verdient“, befand auch ein glücklicher Zilles nach Spielende. „Die erste Hälfte war Spitz auf Knopf, doch nach der Pause wurden wir stabiler. Nach der ersten Roten Karte haben wir es ordentlich gemacht“, so der TuRU-Coach. Tim Knetsch war es, der sich fernab des Geschehens nicht unter Kontrolle hatte (56.). Nach dem anschließenden Führungstreffer durch Shkelzen Imeri (62.) gab der Favorit das Spiel immer weiter aus der Hand.

Dass es ausgerechnet „Mo“ Idrissou war, der seinen Ellenbogen vor einem Freistoß nicht unter Kontrolle hatte, passte ins Bild. KFC-Trainer Michael Boris ärgerte sich über die permanenten Beleidigungen an seinen Spielern. „Wir wurden so dermaßen gereizt, was aber keine Entschuldigung sein soll. Mit der ersten Roten hat Tim uns einen Bärendienst erwiesen. ‚Mo‘ hat jedoch seine Arme nicht bewegt, das können wir per Videobeweis bezeugen“, war der Linienchef bedient. Trotz doppelter Unterzahl gaben die Krefelder sich bis zum Schluss nicht auf. Die größte Möglichkeit zum Ausgleich setzte Kapitän Timo Achenbach ans Aluminium (76.). „Der WSV sitzt auf der Couch und lacht sich ins Fäustchen“, schüttelte Boris den Kopf. „Dennoch haben wir auch mit acht Feldspielern noch alles versucht.“

Bei TuRU geht der Blick nach oben. Zilles dämpft wie gewohnt die Erwartungen: „Wir hatten einen langen Atem und viel Geduld. Doch der aktuelle Tabellenplatz ist schon überragend. Wir werden uns selber keinen Druck auferlegen.“
Das erst späte 2:0 durch Satoru Kashiwase in der Nachspielzeit hielt die Spannung bis zum Schluss hoch.

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