Freud und Leid hätten am Sonntag um kurz vor 17 Uhr in Lotte kaum näher beieinander sein können.

Lotte - RWE

Essen muss nach unten schauen

18. Oktober 2015, 17:16 Uhr
Foto: Tillmann

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Freud und Leid hätten am Sonntag um kurz vor 17 Uhr in Lotte kaum näher beieinander sein können.

Den Kreis, in dem Jan Siewert nach der 1:3-Niederlage von Rot-Weiss Essen seine Ansprache an die Mannschaft hielt und den Kreis, in dem Ismail Atalan und seine Jungs den Sieg feierten, trennten nur wenige Meter. Während die Gastgeber durch den Sieg den Anschluss an die Tabellenspitze hielten, rückt diese für die Essener in immer weitere Ferne. Der Blick von RWE muss aktuell eher nach unten gehen. Durch den Sieg von Velbert sind die Gäste auf Platz 13 abgerutscht.

Es gab letztlich nur eine Phase von etwa 30 Minuten in dieser Partie, mit der Rot-Weiss Essen wirklich zufrieden sein kann. Diese reichte vom Anpfiff der zweiten Hälfte bis zum 2:1 von Lotte in der 75. Spielminute. Der Rest des Spiels vor 1420 Zuschauern ging klar an die Gastgeber. „Wir haben gut angefangen, haben versucht Fußball zu spielen und eine gute Körpersprache zu zeigen“, sagt Atalan nachher. Sein Plan ging auf. Alexander Hettich brachte die Sportfreunde schon früh in Führung (8.) und stellte die Weichen auf Sieg. Dass Kevin Behrens in der Essener Drangphase nach Wiederanpfiff ausgleichen konnte (69.), brachte Lotte nicht aus der Ruhe. „Die Mannschaft hat eine gute Reaktion gezeigt und ihre Konter zuende gespielt“, lobte Atalan erneut. Matthias Rahn traf zum 2:1, Bernd Rosinger schob nach einem Konter zur Entscheidung ein (86.).

RWE-Coach Siewert hatte derweil keine andere Wahl, als seine Enttäuschung zum Ausdruck zu bringen: „Wir hatten uns einiges vorgenommen nach einer guten Trainingswoche und zuletzt vier Spielen ohne Niederlage. Wir sind aber für unsere individuellen Fehler brutal bestraft worden.“ Ein zusätzliches Ärgernis für Rot-Weiss stellte die 81. Minute dar, in der der eingewechselte Marwin Studtrucker bei einer sehr guten Konterchance falsch auftrat und sich einen Muskelfaserriss zuzog. Seine Mannschaft musste zu zehnt zu Ende spielen, da Siewert schon drei Wechsel vorgenommen hatte. Ein bitterer Moment, der aber zur aktuellen Situation von RWE passt.

Unter dem Strich steht ein wichtiger Sieg für die Lotter und eine Essener Niederlage, die keine andere Erkenntnis zulässt, als diese: Das Zeug, ganz oben mitzuspielen, hat in dieser Saison nur eine der beiden Mannschaften.

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