Wenn der MSV Duisburg am Sonntag, 18. Oktober, in Heidenheim gastiert, hat ein Zebra ganz besondere Erinnerungen an den 1. FC.

MSV Duisburg

Onuegbu und Obinna können "fluchen"

17. Oktober 2015, 10:37 Uhr
Foto: Ketzer

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Wenn der MSV Duisburg am Sonntag, 18. Oktober, in Heidenheim gastiert, hat ein Zebra ganz besondere Erinnerungen an den 1. FC.

[person=2865]Kingsley Onuegbu[/person] war es, der vor fast genau zwei Jahren, am 21. Dezember 2013, beim 2:2-Remis der damaligen Drittligisten den Last-Minute-Ausgleich erzielte. "Das war schön, dass wir dadurch noch mit einem Punkt in die Winterpause gegangen sind", erinnert sich Onuegbu: "Aber das zählt nicht mehr. Jetzt, in der zweiten Liga, ist alles anders."

Stimmt nicht ganz, denn die Vorzeichen sind ähnlich. Damals wie heute ist Heidenheim der Favorit. In Liga drei war der FCH Erster, während sich der MSV mit Rang neun begnügen musste. Aktuell hat der Dorfklub mit 16 Punkten Kontakt zu den Aufstiegsplätzen, während die Meidericher nach wie vor Letzter sind. Von einer klaren Ausgangsposition will der "King" trotzdem nichts wissen: "Wir haben sie genau studiert und wissen, wie wir sie knacken können."

Dieses neue Selbstvertrauen hatte den Duisburgern nach dem Katastrophenstart gefehlt. Doch dank des ersten Dreiers gegen Paderborn sowie den Nachverpflichtungen von [person=31842]Giorgi Chanturia[/person] und vor allem [person=31749]Victor Obinna[/person] treten die Blau-Weißen wieder mit einer breiten Brust auf. "Victor hat unser Offensivspiel deutlich verbesssert", lobt Onuegbu seinen Landsmann. Beide sind im gleichen Dorf in Nigeria geboren worden. "Ich kannte ihn vorher nicht, aber wir sprechen den gleichen Dialekt", berichtet Onuegbu: "Das ist angesichts der unzähligen Sprachen, die in unserer Heimat gesprochen werden, etwas ganz Besonderes." Und es ermöglicht dem Duo eine unbekannte Möglichkeit. Onuegbu lacht: "Wir können in der Kabine ruhig fluchen, denn uns versteht ja niemand."

Die neue, alte Lockerheit soll nun auch dazu beitragen, dass die sportliche Trendwende eingeläutet wird. Zwar kann Gino Lettieri personell noch lange nicht aus dem Vollen schöpfen, trotzdem sieht er in der gesteigerten Stimmung sowie der guten Trainingsarbeit in der Länderspielpause die Chance, den Aufwärtstrend fortzusetzen: "Heidenheim hat ein sehr gutes, eingespieltes Team. Sie haben eine der besten Defensiven und sind sehr zweikampfstark. Doch wenn wir an die Leistung aus dem Spiel gegen Paderborn anknüpfen, ist für uns etwas drin."

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