Aus zweierlei Gründen verspricht die Partie zwischen dem BSV Schüren und dem Hombrucher SV am Samstagabend (18 Uhr) hochinteressant zu werden.

Hombrucher SV

Als "Gegenentwurf" zum Derby nach Schüren

Hendrik Niebuhr
15. Oktober 2015, 15:43 Uhr
Foto: Arthur Makiela

Foto: Arthur Makiela

Aus zweierlei Gründen verspricht die Partie zwischen dem BSV Schüren und dem Hombrucher SV am Samstagabend (18 Uhr) hochinteressant zu werden.

Denn zum einen wäre da der Derbycharakter zwischen den beiden Dortmunder Mannschaften, zum anderen hat auch die Tabellenkonstellation ihren Reiz: Schüren ist Vierter, punktgleich mit dem Dritten Hombruch. Klar ist: Der Sieger bleibt an Tabellenführer Lüner SV dran. Während Schürens Dimitrios Kalpakidis die Marschroute klar vorgibt und unbedingt den Kontakt zum LSV halten möchte, kommen aus Hombruch wesentlich verhaltenere Töne.

"Schüren ist der Favorit. Wir erwarten die, neben dem Lüner SV, stärkste Mannschaft der Liga", ist Hombruchs Trainer Benjamin Hartlieb voll des Lobes für den Gegner. Für den Trainer des letztjährigen Landesligisten ist die Begegnung zwischen den beiden Kontrahenten sogar noch aus einem anderen Grund eine besondere: "Schüren ist der Gegenentwurf zu unserer Mannschaft", sagt er, ohne dabei wertend klingen zu wollen. "So jung wir sind, so erfahren ist Schüren", weist er auf Spieler wie Sascha Piontek, Mehmet Arslan oder Bastian Pinske hin, die zum Teil auch schon höherklassig Erfahrung gesammelt haben. "Solch eine Erfahrung ist in unserer Liga ein Ausdruck extremer Qualität. Sie kennen alle Kniffe", weiß Hartlieb.

Das Gegenteil stellt der Kader der Hombrucher dar. 19 (!) Spieler aus dem aktuellen Kader stammen aus der eigenen Jugend. "Ich weiß nicht, ob es eine jüngere Mannschaft in unserer Liga gibt. Ich weiß aber, dass keine andere Mannschaft so viele selbst ausgebildete Spieler hat", kann der Trainer einen gewissen Stolz auf die bemerkenswerte Zahl nicht verhehlen. Aus diesem Grund ist auch nicht der direkte Wiederaufstieg das Ziel des HSV, sondern vielmehr die stetige Weiterentwicklung der Mannschaft: "Wir wollen das Team zusammenhalten und ein Fundament schaffen, um vielleicht in einiger Zeit noch einmal eine Mannschaft zusammenzustellen, die in der Westfalenliga bestehen kann. Alles andere wäre nicht seriös."

Doch im Derby ist das erst einmal nebensächlich, das weiß auch Hartlieb: "Für die Spieler ist das schön. Es macht einfach mehr Spaß gegen eine Mannschaft zu spielen, bei der die Akteure sich untereinander kennen und eventuell auch mal gegenseitig aufziehen. Das macht doch auch den Reiz des Amateurfußballs aus", findet der Trainer, der einen großen Kampf seiner Mannschaft ankündigt: "Wir wissen, dass es extrem schwer wird, aber die Spiele mit unserer Beteiligung waren in dieser Saison immer unterhaltsam."

Autor: Hendrik Niebuhr

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