Als „ideale Ergänzung“ des BVB-Kaders beschrieb Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc den Mainzer Joo-Ho Park bei dessen Verpflichtung Ende August. Jetzt wird er gebraucht – ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub.

Borussia Dortmund

Park gegen Ex-Kollegen vor Liga-Debüt

15. Oktober 2015, 13:53 Uhr
Foto: firo

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Als „ideale Ergänzung“ des BVB-Kaders beschrieb Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc den Mainzer Joo-Ho Park bei dessen Verpflichtung Ende August. Jetzt wird er gebraucht – ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub.

Wie auch zahlreiche seiner neuen Kollegen war der 28-jährige Südkoreaner in dieser Woche mit der Nationalmannschaft unterwegs. Am Dienstag kam er beim 3:0-Sieg gegen Jamaika aber lediglich zu einem Kurzeinsatz. Thomas Tuchel dürfte es freuen. Denn schon am Freitag um 20.30 Uhr könnte der BVB-Coach die Dienste eines fitten Park dringend brauchen.

Marcel Schmelzer, hinten links eigentlich gesetzt, wird gegen Mainz höchstwahrscheinlich nicht spielen können. Tuchel muss also eine Alternative finden. Beim Auswärtsspiel in München setzte der Trainer zuletzt Lukasz Piszczek als Linksverteidiger ein. Es dürfte allerdings eher eine Lösung für genau dieses Spiel gegen den Rekordmeister gewesen sein und kein dauerhafter Positionswechsel für den Polen.

Joo ist ballsicher und verteidigt clever
Thomas Tuchel über Joo-Ho Park

Wahrscheinlicher ist, dass Park am Freitag gegen seine alten Kollegen aus Mainz von Beginn an ran darf. Ein Spiel hat er in dieser Saison noch für den FSV absolviert. Beim 2:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach spielte er über 90 Minuten. Beim BVB beschränkten sich seine Einsatzzeiten bisher auf die beiden Europa-League-Gruppenspiele gegen Krasnodar und in Saloniki. Zum 2:1-Heimsieg gegen die Russen steuerte er dabei eine Vorlage und das späte Siegtor per Kopf bei.

Auffällig war in den ersten Spielen schon, dass sich Park lieber in der Mitte aufhält, als sein Konkurrent Schmelzer, der ganz klassisch die Außenbahn beackert. Gegen Krasnodar hatte Tuchel Park in der ersten Hälfte im zentralen Mittelfeld aufgestellt. Auf dieser Position war er auch zu Mainzer Zeiten öfter zum Einsatz gekommen und fühlt sich nach eigenen Angaben dort auch etwas wohler als hinten links. Das ist seinem Spiel anzumerken, da er regelmäßig in die Mitte zieht, selbst wenn er als Linksverteidiger spielen soll.

Tuchel schätzt grundsätzlich die Fähigkeiten Parks, wie er schon bei dessen Verpflichtung betonte: „Joo ist ballsicher, verteidigt clever und besitzt ein gutes Gefühl fürs Gegenpressing.“ All diese Dinge darf er nun sehr wahrscheinlich erstmals in der Liga unter Beweis stellen.

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