Mit dem Gefühl des ersten Saisondreiers im Rücken ist vieles leichter. In Duisburg wird wieder gelacht, weil die Hoffnung und das Selbstvertrauen zurück sind.

MSV Duisburg

Die Leichtigkeit des Seins

15. Oktober 2015, 17:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Mit dem Gefühl des ersten Saisondreiers im Rücken ist vieles leichter. In Duisburg wird wieder gelacht, weil die Hoffnung und das Selbstvertrauen zurück sind.

Auch Gino Lettieri ist um einiges entspannter als in den Vorwochen. Auf die Frage, was er vom Paderborner Neuzugang Stefan Effenberg halte, weicht er nicht aus. Im Gegenteil: Der ehemalige Münchner verrät: „Ich habe ‚Effe‘ als Spieler immer sehr gemocht, weil er jemand war, der, wenn es nicht lief, auch mal einen Gegenspieler gestreckt und sich dafür die Gelbe Karte abgeholt hat. So hat er die Mannschaft aufgeweckt. Sich in den Dienst des Teams zu stellen, ist eine gute Eigenschaft. Für ihn ist der SCP ein guter Einstieg ins Trainergeschäft.“

Das kennt Lettieri derweil aus dem Eff-Eff. Deshalb weiß er auch, dass das anstehende Spiel am Sonntag, 18. Oktober, beim 1. FC Heidenheim ein wichtiges ist. Denn die Zebras wollen – oder besser müssen – den jüngsten Auftrieb fortsetzen, um den Anschluss ans Mittelfeld wieder herzustellen. Damit das gelingt, hat der Fußballlehrer in den letzten zehn Tagen hauptsächlich im taktischen Bereich gearbeitet. Denn dort gibt es viele Punkte, die ihm noch nicht gefallen.

„Wir müssen endlich viel kompakter stehen“, fordert der 48-Jährige und schiebt erklärend nach: „Die einzelnen Mannschaftsteile stehen noch zu weit auseinander, weshalb wir zu schnell die Orientierung verlieren. Allerdings hat es zuletzt immer besser geklappt, auch im torlosen Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach hat es sehr gut funktioniert.“

Ein Grund für diese Fortschritte ist [person=31749]Victor Obinna[/person]. Der ehemaliger Mailänder ist nicht nur vorne die zentrale Anspielstation, sondern hilft auch hinten immer wieder aus und schließt damit die Lücke im zentralen Mittelfeld. „Er macht seinen Job sehr gut und schießt auch noch Tore“, lobt Lettieri seinen Angreifer: „Er weiß um was es geht und ist ein Vollblut-Profi durch und durch. Er wird immer wichtiger für uns.“

Während Obinna in Heidenheim in der Startelf gesetzt ist, scheint sich der Matchwinner gegen Paderborn, [person=31842]Giorgi Chanturia[/person], trotz seines entscheidenden Treffers mit der Rolle des Jokers begnügen zu müssen. „Wir haben zwar viel mit ihm gearbeitet und er integriert sich gut, doch ein Einsatz von Beginn an kommt noch zu früh“, meint Lettieri.

[infobox-right]Zahl des Tages 3
Mal standen sich Gino Lettieri und Frank Schmidt bislang als Trainer gegenüber. Dabei konnte der Heidenheimer noch nicht gegen Lettieri gewinnen. Zwei Siege und ein Remis stehen zu Gunsten des Duisburgers zu Buche.[/infobox]

Wie der FCH geknackt werden kann, weiß der Coach, schließlich hat er noch nie gegen seinen Kollegen Frank Schmidt verloren. „Das stimmt, aber Serien sind egal“, winkt Lettieri ab: „Wichtig ist nur, dass wir an die Leistung aus dem Spiel gegen Paderborn anknüpfen und die Fehler weiter minimieren. Wenn uns das gelingt, werden wir in Heidenheim bestehen.“

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