Gegen Ligaprimus Hagen 11 gelang dem SV Langschede ein äußerst überraschender Punktgewinn. Doch hatte dieser Coup einen etwas bitteren Beigeschmack.

SV Langschede

Überraschungscoup mit bitterer Note

Julian Bischoff
13. Oktober 2015, 17:05 Uhr
Foto: firo

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Gegen Ligaprimus Hagen 11 gelang dem SV Langschede ein äußerst überraschender Punktgewinn. Doch hatte dieser Coup einen etwas bitteren Beigeschmack.

Acht Spiele lang dauerte der imponierende Lauf der SpVg. Hagen 11. Seit Saisonbeginn hatte das bisherige Überteam der Bezirksliga Westfalen 6 jedes seiner Spiele gewonnen, dabei ein Torverhältnis von 27:5 verbucht - am vergangenen Sonntag endete die Siegesserie. Dass ausgerechnet die Liganeulinge und Kellerkinder vom SV Langschede diejenigen sein würden, die den Elfern erstmals in dieser Saison einen Punkt abnehmen, überraschte selbst den Trainer der Schwarz-Gelben ein wenig.

Auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer

In dieser Position fungierte diesmal nicht der im Urlaub weilende Chefcoach Holger Stemmann, sondern [person=19947]Aykan Kutlu[/person], der sonst die Rolle des spielenden Co-Trainers bekleidet. "Soll ich ehrlich sein? Nein", antwortete dieser hinterher auf die Frage, ob er mit einem Punktgewinn gegen die Elfer gerechnet habe. "Hagen ist eine absolute Spitzenmannschaft. Gegen diese einen Punkt zu holen, ist natürlich toll", führte der 44-Jährige weiter aus. Doch nicht nur mit dem Ergebnis war Kutlu hochzufrieden, auch mit dem Auftreten seiner Jungs an sich. Denn diese stellten sich im Duell mit dem klaren Favoriten keineswegs nur hinten rein, vielmehr suchte Langschede auch ambitioniert den Weg vor das gegnerische Tor.

"Meine Jungs haben die von mir angeordneten taktischen Maßnahmen sehr gut umgesetzt", analysierte Kutlu anerkennend. Durch aggressives und frühes Stören des gegnerischen Spielaufbaus hatte man es geschafft, das Spielgeschehen über weite Strecken vom eigenen Kasten fernzuhalten. Zwar kamen die äußerst offensivstarken Hagener im Verlaufe der 90 Minuten zu einigen guten Möglichkeiten, unter anderem zu einem Latten- und einem Pfostenschuss. Doch verbuchte auch Langschede einige gute Chancen, darunter ebenfalls zwei Aluminium-Treffer. Kurz vor Schluss bot sich Kapitän [person=17634]Michael Strothmann[/person] gar noch eine Riesengelegenheit - der Ball ging knapp vorbei. Kutlu: "Insgesamt war es ein ausgeglichenes Spiel, aus dem beide Teams als Sieger hätten hervorgehen können."

Trotz Überraschungscoup nun Letzter

Zwar war die Freude ob des unerwarteten Punktgewinns nach Spielende groß bei den Hausherren. Doch uneingeschränkt konnten sie sich beim Fröndenberger Stadtteilklub allerdings nicht freuen über den Coup gegen den Ligaprimus. Denn da der bisherige Tabellenletzte vom VfB Westhofen auf einmal am Gewinnen Geschmack gefunden zu haben scheint und am Wochenende bereits den zweiten Dreier in Folge einfahren konnte, fiel der SVL bis auf den letzten Tabellenplatz.

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Kutlu betonte allerdings, dass dieser Umstand kein großes Problem darstelle für den Liganeuling, der in der vergangenen Saison noch in der Staffel 8 unterwegs war. Ungeachtet des aktuellen Tabellenrangs gelte es, weiter hart an sich zu arbeiten und sich sukzessive an die neue Spielklasse zu gewöhnen. Denn diese sei wesentlich stärker einzuschätzen als die alte, betont Kutlu, "sowohl fußballerisch als auch vom Tempo her". Am kommenden Sonntag gastiert Langschede beim direkten Konkurrenten aus Westhofen. Kann der SVL seine starke Leistung aus dem Hagen-Spiel dort wiederholen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Rote Laterne nach nur einer Woche wieder abgeben wird.

Autor: Julian Bischoff

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